Auf dieser Seite
- Warum sagen viele Leute, dass E-Biken kein Sport ist?
- Stimmt es, dass man sich auf einem E-Bike überhaupt nicht anstrengt?
- Wie viele Kalorien verbrennt man im Vergleich zu einem normalen Fahrrad?
- Ist E-Biken trotz Motorunterstützung gut für die Fitness?
- Unsere Empfehlung: Himiway D5 2.0 20 Zoll
- Kann man mit einem E-Bike effektiv abnehmen?
- Welche Muskelgruppen werden beim E-Bike-Fahren trainiert?
- Zählt E-Biken als moderates Cardio-Training?
- Warum ist E-Biken besonders für ältere oder untrainierte Menschen ein guter Einstiegssport?
- Wie verändert sich der Trainingseffekt, wenn man den Unterstützungsmodus herunterschaltet?
- Ist E-Biken ein anerkannter Sport bei Krankenkassen für Präventionskurse?

Warum sagen viele Leute, dass E-Biken kein Sport ist?
Das Vorurteil, E-Biken sei „kein Sport“, hält sich hartnäckig – vor allem in der traditionellen Radsport-Community. Dahinter steckt meist eine Mischung aus veralteten Vorstellungen, sportlichem Elitismus und dem klassischen Vergleich mit dem „Bio-Bike“.
Die häufigsten Gründe für diese Haltung:
- Die Gleichsetzung von Sport mit maximaler Anstrengung: Im deutschsprachigen Raum ist der Gedanke verbreitet, dass Sport nur dann „echt“ ist, wenn man völlig ausgepowert, verschwitzt und mit brennenden Oberschenkeln vom Rad steigt – nach dem Motto „Ohne Schweiß kein Preis“. Wer mit Motorunterstützung den Berg hochfährt, wird von Puristen daher schnell als „Schummler“ abgestempelt.
- Das Mofa-Stigma: Früher galten Pedelecs häufig als Rentner-Fahrzeuge oder reine Mobilitätshilfe für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Auch wenn heute moderne E-Mountainbikes und E-Gravelbikes weit verbreitet sind, hält sich in vielen Köpfen noch das Bild vom „Fahrrad mit Gasgriff, bei dem man nur die Beine baumeln lässt“.
- Fehlendes Verständnis für Ausdauertraining: Ein E-Bike nimmt einem das Treten nicht ab, sondern reduziert vor allem Leistungsspitzen, etwa an steilen Anstiegen. Dadurch können viele Fahrer konstant im aeroben Grundlagenbereich, beispielsweise in Zone 2, bleiben. Für den Fettstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System kann das sehr effektiv sein, wirkt auf Außenstehende aber oft zu „mühelos“, um als Sport durchzugehen.
- Verzerrte Wahrnehmung auf Trails und Radwegen: Wenn E-Biker im „Turbo-Modus“ scheinbar mühelos an schwitzenden Rennradfahrern oder klassischen Radfahrern am Berg vorbeiziehen, erzeugt das schnell Frust und den Reflex, die sportliche Leistung abzuwerten.
Sportwissenschaftliche Studien zeigen, dass Kalorienverbrauch und Herzfrequenz auf dem E-Bike zwar im Durchschnitt niedriger liegen können als auf einem herkömmlichen Fahrrad, der Trainingseffekt aber durchaus real ist – zumal E-Biker häufig längere Strecken zurücklegen und regelmäßiger fahren.
Stimmt es, dass man sich auf einem E-Bike überhaupt nicht anstrengt?
Das ist ein weit verbreiteter Mythos – kurz gesagt: Nein, das stimmt so nicht.
Wer in Deutschland Pedelec fährt – also eines der gängigen E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h – muss selbst in die Pedale treten. Ohne eigene Muskelkraft unterstützt der Motor nicht. Wie sehr man sich anstrengt, hängt vor allem von der gewählten Unterstützungsstufe und dem Streckenprofil ab.
- Man steuert die Belastung selbst: Wer im „Turbo“- oder „Boost“-Modus mit Rückenwind über ebene Asphaltwege fährt, muss sich vergleichsweise wenig anstrengen und kann entspannt im Büro ankommen. Schaltet man dagegen auf „Eco“ oder stellt die Motorunterstützung an Steigungen ab, verlangt das höhere Eigengewicht des E-Bikes – oft 22 bis 26 kg – deutlich mehr Beinarbeit.
- Mehr Kilometer statt Maximalpuls: Studien, unter anderem der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zeigen, dass sich E-Biker keineswegs weniger bewegen. Da die Hemmschwelle bei Gegenwind oder Steigungen sinkt, steigen viele Menschen häufiger aufs Rad und fahren längere Strecken als mit einem klassischen Fahrrad.
- Effektives Ausdauertraining: Das Fahren im aeroben Bereich kann auf dem Pedelec leichter fallen, weil sich starke Belastungsspitzen an Steigungen durch die Motorunterstützung reduzieren lassen. Der Puls kann dadurch gleichmäßiger bleiben, ohne dass man sich völlig verausgabt.
Das E-Bike nimmt einem also nicht das Treten ab, sondern reduziert vor allem unangenehme Leistungsspitzen. Wer sich auspowern will, kann das problemlos tun – wer entspannt ankommen möchte, ebenso.
Wie viele Kalorien verbrennt man im Vergleich zu einem normalen Fahrrad?
Auf dem E-Bike (Pedelec) verbrennt man im Schnitt etwa 20 bis 30 % weniger Kalorien als auf einem herkömmlichen Fahrrad ohne Motor – vorausgesetzt, man fährt mit moderater Unterstützung, zum Beispiel im Eco- oder Tour-Modus.
Richtwerte pro Stunde bei etwa 75 kg Körpergewicht
- Fahrrad ohne Motor: ca. 400 bis 600 kcal/h bei zügigem Alltags- oder Tourentempo
- E-Bike (Eco/Tour): ca. 300 bis 400 kcal/h
- E-Bike (Sport/Turbo): ca. 200 bis 250 kcal/h bei geringerem Eigenanteil und stärkerer Motorunterstützung
Warum der tatsächliche Unterschied im Alltag oft geringer ist
- Konstantes Treten: Da ein Pedelec in Deutschland nur bis 25 km/h unterstützt und der Motor nur beim Treten arbeitet, bleibt die Trittfrequenz häufig gleichmäßiger.
- Höheres Gewicht: Ein E-Bike wiegt meist zwischen 22 und 27 kg. Das Anfahren an Ampeln oder das Fahren oberhalb der 25-km/h-Unterstützungsgrenze fordert die Muskulatur zusätzlich.
- Der „Pendler-Effekt“: Studien, unter anderem der Medizinischen Hochschule Hannover, zeigen, dass E-Biker häufig öfter aufs Rad steigen und längere Strecken zurücklegen als Fahrer herkömmlicher Fahrräder. Dadurch kann sich der wöchentliche Gesamtkalorienverbrauch in der Praxis angleichen oder beim E-Bike sogar höher ausfallen.
Wer das Pedelec vor allem für das Herz-Kreislauf-Training oder zum Kalorienverbrennen nutzt, fährt am besten überwiegend mit niedriger Unterstützung im Eco-Modus und nutzt stärkere Unterstützungsstufen nur bei steilen Anstiegen oder starkem Gegenwind.
Ist E-Biken trotz Motorunterstützung gut für die Fitness?
Ja, E-Biken kann sehr gut für die Fitness sein. Das Vorurteil vom „Mofa-Fahren für Faule“ greift zu kurz. Auch wenn der Motor unterstützt, muss man beim Pedelec kontinuierlich in die Pedale treten.
Studien, unter anderem der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zeigen, dass Pedelec-Fahren positive Effekte auf die Fitness haben kann:
- Aerobes Ausdauertraining: Auf dem E-Bike kann man sich gut im aeroben Belastungsbereich bewegen. Die Motorunterstützung hilft dabei, starke Belastungsspitzen an Steigungen zu reduzieren und die Belastung gleichmäßiger zu halten.
- Mehr Bewegung im Alltag: Wer ein Pedelec besitzt, nutzt das Fahrrad häufig öfter und legt längere Strecken zurück. Auch der Arbeitsweg wird dadurch leichter mit dem Fahrrad machbar, ohne völlig verschwitzt anzukommen.
- Gelenkschonender Einstieg: Spitzenbelastungen an steilen Anstiegen lassen sich durch eine höhere Unterstützungsstufe – etwa Tour oder Turbo – abfangen. Dadurch eignet sich das E-Bike auch gut für einen schonenden Wiedereinstieg in regelmäßige Bewegung.
- Rumpf- und Oberkörpermuskulatur: Durch das höhere Eigengewicht des E-Bikes – meist etwa 22 bis 26 kg – beanspruchen Lenken, Ausbalancieren und Abbremsen zusätzlich die Rumpf-, Schulter- und Armmuskulatur.
Entscheidend für den Trainingseffekt ist die Eigenleistung. Wer dauerhaft mit maximaler Unterstützung fährt, fordert seinen Körper weniger. Wer dagegen überwiegend niedrige Unterstützungsstufen nutzt und den Motor vor allem bei starken Steigungen oder Gegenwind zuschaltet, kann mit dem E-Bike effektiv seine Ausdauer trainieren.
Unsere Empfehlung: Himiway D5 2.0 20 Zoll
Wer ein komfortables Fatbike sucht und beim E-Biken nicht maximale sportliche Leistung, sondern Sicherheit, Stabilität und regelmäßige Bewegung in den Vordergrund stellt, sollte sich das Himiway D5 2.0 20 Zoll genauer ansehen.
Die Kombination aus kompakten 20-Zoll-Laufrädern und breiten Reifen sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und ein stabiles Fahrgefühl. Gerade für ältere Fahrer oder Menschen, die nach längerer Pause wieder mit dem Radfahren beginnen möchten, kann das den Umgang mit einem schweren E-Bike angenehmer machen. Damit ist das Modell auch eine interessante Option als E-Bike für Senioren.
Hinzu kommt die Vollfederung, die Unebenheiten auf schlechten Straßen, Schotterwegen und längeren Touren abfedert. Der 750-W-Motor mit 90 Nm Drehmoment bietet ausreichend Unterstützung für Steigungen und Fahrten mit höherer Zuladung. Mit einer maximalen Zuladung von bis zu 440 lbs (ca. 200 kg) kommt das D5 2.0 20 Zoll außerdem für Käufer infrage, die gezielt nach einem Fatbike für Übergewichtige mit hoher Tragfähigkeit suchen.
Der entscheidende Vorteil liegt dabei nicht darin, möglichst wenig selbst zu treten. Wie bei jedem Pedelec lässt sich die körperliche Belastung über die Unterstützungsstufe anpassen: Wer trainieren möchte, fährt beispielsweise mit weniger Unterstützung; bei Steigungen, Gegenwind oder auf längeren Strecken kann der Motor stärker unterstützen. Genau diese Flexibilität macht das D5 2.0 20 Zoll zu einer interessanten Wahl für alle, die Bewegung wieder regelmäßiger in ihren Alltag integrieren möchten.
Wer also ein stabiles, komfortables und belastbares E-Fatbike für Alltag, Freizeit und längere Touren sucht, findet im Himiway D5 2.0 20 Zoll eine vielseitige Alternative zum klassischen Trekking- oder City-E-Bike.
Kann man mit einem E-Bike effektiv abnehmen?
Ja, mit einem E-Bike – genauer gesagt einem Pedelec bis 25 km/h – kann man effektiv abnehmen. Oft lässt sich die Bewegung damit leichter und regelmäßiger in den Alltag integrieren als mit einem klassischen Fahrrad.
Der Grund liegt weniger im maximalen Kalorienverbrauch pro Minute, sondern vor allem in der Kontinuität: Die Motorunterstützung erleichtert steile Anstiege und Fahrten bei Gegenwind. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, häufiger und länger Rad zu fahren.
Der Kalorienverbrauch im Vergleich
Ein Pedelec fährt nicht von allein. Der Motor unterstützt nur, wenn man selbst in die Pedale tritt.
- Klassisches Fahrrad (moderat, ca. 18–20 km/h): ca. 450–600 kcal pro Stunde
- E-Bike (mittlere Unterstützung, moderates Mittreten): ca. 300–450 kcal pro Stunde
- E-Bike (Eco-Modus, hügeliges Gelände): bis zu 500 kcal pro Stunde
Der Unterschied pro Stunde ist kleiner, als viele vermuten. Da E-Biker im Alltag jedoch häufig längere Strecken zurücklegen – etwa mit dem Pedelec zur Arbeit fahren, statt Auto oder S-Bahn zu nehmen –, kann sich der Unterschied schnell ausgleichen.
Warum das E-Bike beim Abnehmen punktet
- Gut dosierbare Belastung: Mit der Motorunterstützung lässt sich die Belastung an Steigungen regulieren. So kann man leichter über längere Zeit in einem moderaten aeroben Bereich trainieren.
- Gelenkschonende Bewegung: Gerade bei höherem Körpergewicht belastet Radfahren Knie, Sehnen und Sprunggelenke deutlich weniger als beispielsweise Joggen. Die Motorunterstützung hilft zusätzlich, starke Belastungsspitzen zu reduzieren.
- Einfach in den Alltag integrierbar: Wer das Pedelec für den Arbeitsweg nutzt, baut regelmäßige Bewegung automatisch in den Tagesablauf ein, ohne zusätzliche Zeit für das Fitnessstudio einplanen zu müssen.
Tipps für den maximalen Erfolg
- Unterstützung bewusst wählen: Den Turbo-Modus für steile Anstiege oder starken Gegenwind aufsparen. Im Alltag eignen sich Eco oder Tour, um die Eigenleistung hochzuhalten.
- Auf die Trittfrequenz achten: Statt in schweren Gängen langsam zu treten, sind etwa 70 bis 85 Umdrehungen pro Minute ein guter Richtwert. Das schont die Knie und sorgt für eine gleichmäßige Belastung.
- Kalorienzufuhr im Blick behalten: Wer nach der Fahrt mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht hat, nimmt trotz Bewegung nicht ab. Entscheidend bleibt ein moderates Kaloriendefizit – das E-Bike kann dabei eine gute Grundlage für regelmäßige Bewegung schaffen.
Welche Muskelgruppen werden beim E-Bike-Fahren trainiert?
Beim Fahren mit einem E-Bike (Pedelec) werden im Wesentlichen dieselben Muskelgruppen wie beim herkömmlichen Fahrradfahren beansprucht. Der Unterschied liegt vor allem in der Intensität und Belastung. Da der Motor nur unterstützt, wenn selbst in die Pedale getreten wird, bleibt die Tretbewegung aktiv.
1. Beine und Gesäß
Die Hauptarbeit leisten die Muskeln der Beine und des Gesäßes:
- Vierköpfiger Oberschenkelmuskel (Quadrizeps): Arbeitet besonders bei der Abwärtsbewegung des Pedals und streckt das Knie.
- Großer Gesäßmuskel: Unterstützt den Quadrizeps beim Herunterdrücken der Pedale, insbesondere beim Anfahren und an Steigungen.
- Beinbeuger (Hamstrings): Unterstützen das Anwinkeln des Knies und die Aufwärtsbewegung.
- Wadenmuskulatur: Überträgt die Kraft über das Sprunggelenk auf das Pedal und stabilisiert den Fuß.
- Schienbeinmuskel: Unterstützt das Anheben der Fußspitze und stabilisiert das Sprunggelenk.
2. Rumpf und Stabilisation
Die Rumpfmuskulatur stabilisiert Becken und Oberkörper während des Fahrens:
- Gerade und schräge Bauchmuskeln: Stabilisieren den Oberkörper und verhindern ein seitliches Abkippen des Beckens.
- Rückenstrecker: Stabilisieren die Wirbelsäule und helfen, Unebenheiten abzufangen.
3. Oberkörper und Arme
Auch Arme und Schultern übernehmen Halte- und Lenkarbeit:
- Trizeps und Schultern: Stützen den Oberkörper am Lenker und helfen, Erschütterungen abzufangen.
- Bizeps und Latissimus: Werden stärker beansprucht, wenn am Lenker gezogen wird, beispielsweise beim Wiegetritt oder beim E-Mountainbiken im Gelände.
Was unterscheidet das E-Bike vom klassischen Fahrrad?
- Gleichmäßigere Belastung: Durch die Motorunterstützung werden Belastungsspitzen an Steigungen reduziert. Das Training verschiebt sich stärker in Richtung Grundlagen- und Kraftausdauer.
- Gelenkschonender Aufbau: Die Unterstützung kann hohe Belastungsspitzen für Knie und Hüfte reduzieren und einen schonenden Wiedereinstieg erleichtern.
- Mehr Stabilisationsarbeit im Gelände: E-Bikes wiegen häufig etwa 20 bis 26 kg. Rangieren, Bremsen und Ausbalancieren können deshalb besonders auf Trails und Schotter Rumpf, Unterarme und Schultern stärker fordern.
Zählt E-Biken als moderates Cardio-Training?
Ja. Das Fahren mit dem Pedelec – umgangssprachlich meist E-Bike genannt – kann als moderates Cardio-Training gelten, vorausgesetzt, man tritt kontinuierlich selbst mit.
Studien, unter anderem der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zeigen, dass die Herzfrequenz beim E-Biken im Durchschnitt nur etwas niedriger liegt als beim klassischen Fahrradfahren. Damit kann man sich über längere Zeit im aeroben Bereich bewegen und das Herz-Kreislauf-System trainieren.
Warum E-Biken als Cardio-Training geeignet ist
- Gut für die Grundlagenausdauer: Beim herkömmlichen Radfahren kann der Puls an Steigungen oder bei Gegenwind schnell stark ansteigen. Die Motorunterstützung reduziert solche Belastungsspitzen und hilft, die Herzfrequenz in einem moderaten Bereich zu halten.
- Längere und häufigere Fahrten: E-Bikes erleichtern längere Strecken und machen beispielsweise das Pendeln mit dem Fahrrad attraktiver. Dadurch lässt sich mehr Bewegung in den Alltag integrieren.
- Gelenkschonend: Besonders für Einsteiger und Wiedereinsteiger bietet das Pedelec ein vergleichsweise gelenkschonendes Ausdauertraining.
- WHO-Bewegungsempfehlung: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche. Wer beispielsweise dreimal pro Woche jeweils 25 Minuten hin und zurück zur Arbeit fährt, erreicht bereits 150 Minuten.
So wird die Fahrt zum effektiven Training
- Unterstützungsstufe reduzieren: Im Alltag möglichst den Eco- oder Tour-Modus nutzen. Stärkere Stufen wie Turbo oder Boost vor allem für steile Anstiege oder starken Gegenwind einsetzen.
- Auf die Trittfrequenz achten: Eine gleichmäßige Trittfrequenz von etwa 70 bis 80 Kurbelumdrehungen pro Minute sorgt für eine flüssige Belastung und schont die Knie.
- Sprechtest nutzen: Bei moderatem Training vertieft sich die Atmung und man kommt leicht ins Schwitzen, kann sich aber noch in ganzen Sätzen unterhalten.
Warum ist E-Biken besonders für ältere oder untrainierte Menschen ein guter Einstiegssport?
Das E-Bike (Pedelec) gilt in Deutschland längst nicht mehr als reines „Alte-Leute-Rad“, sondern eignet sich besonders gut für einen sanften Einstieg oder Wiedereinstieg in regelmäßige Bewegung. Gerade für ältere oder untrainierte Menschen bietet es einige Vorteile:
- Gut dosierbare Belastung: Über verschiedene Unterstützungsstufen wie Eco, Tour, Sport oder Turbo lässt sich der eigene Krafteinsatz an das persönliche Leistungsniveau anpassen. Steigungen und Gegenwind können dadurch ohne extreme Belastungsspitzen bewältigt werden.
- Schonend für die Gelenke: Wie beim klassischen Radfahren entstehen deutlich weniger Stoßbelastungen als beispielsweise beim Joggen. Die Motorunterstützung kann zusätzlich hohe Belastungen beim Treten reduzieren.
- Gleichmäßiges Herz-Kreislauf-Training: Untersuchungen, unter anderem der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zeigen, dass E-Biker häufig längere Strecken zurücklegen und regelmäßiger fahren. Dadurch lässt sich eine moderate Ausdauerbelastung gut in den Alltag integrieren.
- Weniger mentale Hürden: Berge, Gegenwind oder längere Strecken wirken für Menschen ohne Grundfitness schnell abschreckend. Die Motorunterstützung gibt die Sicherheit, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung nutzen zu können.
- Gemeinsame Touren trotz unterschiedlicher Fitness: Partner, Freunde oder Familienmitglieder mit unterschiedlichem Leistungsniveau können leichter zusammen Rad fahren, ohne dass jemand ständig überfordert wird oder warten muss.
- Einfache Alltagsintegration: Ob zum Einkaufen, für den Weg zum Arzt oder für eine kleine Feierabendrunde – mit dem Pedelec lässt sich regelmäßige Bewegung unkompliziert in den Alltag einbauen.
Wer nach längerer Pause neu einsteigt, sollte zunächst einen bequemen Tiefeinsteiger, eine ergonomisch passende Einstellung des Fahrrads und ruhige, verkehrsarme Strecken wählen. So kann man sich schrittweise an Beschleunigung, Gewicht und Bremsverhalten des Pedelecs gewöhnen.
Wie verändert sich der Trainingseffekt, wenn man den Unterstützungsmodus herunterschaltet?
Wenn du beim E-Bike die Unterstützungsstufe herunterschaltest – beispielsweise von Turbo/Sport auf Tour, Eco oder komplett auf Off –, steigt deine Eigenleistung. Dadurch werden Herz-Kreislauf-System und Muskulatur stärker gefordert.
1. Herz-Kreislauf-Belastung
- Puls und Herzfrequenz: Bei geringerer Motorunterstützung musst du mehr Leistung selbst erbringen. Dadurch steigen in der Regel Puls und Atemfrequenz. Im Eco-Modus lässt sich beispielsweise gut im moderaten aeroben Bereich trainieren.
- Kalorienverbrauch: Je weniger der Motor unterstützt, desto mehr Energie muss der Körper für den Vortrieb aufbringen. Entsprechend steigt normalerweise auch der Kalorienverbrauch.
2. Muskelaktivierung und Kraftausdauer
- Tretwiderstand und Eigenleistung: Reduzierst du die Unterstützung, musst du pro Kurbelumdrehung mehr Eigenleistung auf die Pedale bringen.
- Beanspruchte Muskulatur: Vor allem Quadrizeps, Gesäßmuskulatur und Waden werden stärker gefordert. An Steigungen kann das Fahren im Eco-Modus zu einem effektiven Kraftausdauertraining werden.
- Zusatzgewicht als Trainingsfaktor: Ein modernes Pedelec wiegt häufig etwa 20 bis 26 kg. Wird die Unterstützung komplett ausgeschaltet, macht sich dieses zusätzliche Gewicht besonders beim Anfahren und an Steigungen bemerkbar.
3. Trittfrequenz und Tretökonomie
- Mehr Eigenarbeit: Bei hoher Unterstützung ist weniger eigener Krafteinsatz erforderlich. Im Eco- oder Tour-Modus spielt die eigene Tretleistung eine deutlich größere Rolle.
- Effiziente Tritttechnik: Eine gleichmäßige Trittfrequenz von etwa 75 bis 90 U/min und rechtzeitiges Schalten helfen dabei, die Belastung kontrolliert zu halten und die Knie zu schonen.
Vergleich der Modi aus Trainingssicht
| Modus | Typischer Trainingseffekt |
|---|---|
| Turbo / Boost | Geringere Eigenleistung, gut für entspannte Fahrten und Erholung |
| Tour / Trail | Lockeres bis moderates Ausdauertraining |
| Eco | Höhere Eigenleistung und gutes Grundlagenausdauertraining |
| Off | Hohe Eigenleistung, besonders an Steigungen und beim Beschleunigen |
Praxistipp für das Training
Nutze die Unterstützungsstufen wie ein variables Widerstandssystem:
- Fahre flache Passagen möglichst im Eco-Modus, um die Eigenleistung hochzuhalten.
- Nutze Tour bei stärkeren Steigungen oder Gegenwind, wenn die Belastung zu hoch wird.
- Verwende Turbo gezielt für sehr steile Abschnitte oder lockere Erholungsphasen.
Je niedriger die Motorunterstützung, desto größer ist grundsätzlich deine eigene körperliche Leistung – und damit auch der Trainingseffekt.
Ist E-Biken ein anerkannter Sport bei Krankenkassen für Präventionskurse?
Reines E-Biken bzw. Pedelecfahren im Freien ist in der Regel kein anerkannter Präventionskurs nach § 20 SGB V.
Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland wie TK, Barmer oder AOK bezuschussen im Bereich Bewegung vor allem standardisierte Präventionskurse, die die entsprechenden Qualitätskriterien erfüllen und in der Regel über die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert sind.
Outdoor-Kurse auf dem eigenen E-Bike erfüllen diese Anforderungen häufig nicht:
- Schwer steuerbare Belastung: Beim Pedelec variiert die körperliche Belastung je nach Unterstützungsstufe, Gelände und Fahrweise. Dadurch lässt sich die Trainingsintensität innerhalb einer Gruppe nur schwer einheitlich steuern.
- Standardisierte Kurskonzepte: Bezuschusst werden vor allem strukturierte Bewegungsangebote wie funktionelles Ganzkörpertraining, Nordic Walking, Indoor-Cycling oder Lauftraining, sofern sie die jeweiligen Präventionskriterien erfüllen.
- Sicherheits- und Organisationsfragen: Bei Gruppenfahrten im öffentlichen Straßenverkehr mit unterschiedlichen Fahrrädern und Geschwindigkeiten lassen sich die Anforderungen eines standardisierten Präventionskurses schwieriger umsetzen.
Wo Krankenkassen E-Biken trotzdem belohnen können
Auch wenn der Kauf eines E-Bikes oder eine geführte E-Bike-Tour normalerweise nicht als Präventionskurs gilt, gibt es andere Möglichkeiten:
- Bonusprogramme: Viele Krankenkassen belohnen regelmäßige Bewegung, beispielsweise über Fitness-Tracker, die Teilnahme am Stadtradeln oder Aktivitäten im Sportverein.
- Dienstrad-Leasing: Angebote wie JobRad oder BusinessBike laufen über den Arbeitgeber. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) kann Radfahren zusätzlich gefördert werden.
Wer gezielt einen von der Krankenkasse bezuschussten Ausdauerkurs sucht, sollte nach entsprechend zertifizierten Angeboten wie Indoor-Cycling, Nordic Walking oder Rückenschule suchen. Wie hoch der Zuschuss ausfällt und wie viele Kurse pro Jahr übernommen werden, hängt von der jeweiligen Krankenkasse und dem Tarif ab.
