Auf dieser Seite
- So finden Sie das richtige E-Bike
- Welche E-Bike-Kategorie brauche ich für Radwege und Trails in meiner Umgebung?
- Soll ich für mein E-Bike einen Mittelmotor oder einen Nabenmotor wählen?
- Ist der E-Bike-Akku sicherheitszertifiziert?
- Hat das E-Bike hydraulische oder mechanische Bremsen?
- Welche Garantie gilt für Motor und Akku eines E-Bikes?
- Lässt sich der E-Bike-Akku zum Laden und als Diebstahlschutz einfach herausnehmen?
So finden Sie das richtige E-Bike
Beim Kauf eines E-Bikes kommt es vor allem darauf an, Bauart, Motor, Akku und Ausstattung darauf abzustimmen, wo und wie Sie fahren möchten.
1. Die wichtigsten E-Bike-Kategorien kennen
In Deutschland ist vor allem die Unterscheidung zwischen Pedelec und S-Pedelec wichtig, da davon Geschwindigkeit und rechtliche Nutzungsmöglichkeiten abhängen:
- Pedelec bis 25 km/h: Der Motor unterstützt nur beim Treten und schaltet die Unterstützung bei 25 km/h ab. Die Nenndauerleistung beträgt maximal 250 W. Rechtlich gilt ein solches Pedelec grundsätzlich als Fahrrad.
- Anfahrhilfe: Bei vielen Pedelecs ist eine Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h möglich.
- S-Pedelec bis 45 km/h: Unterstützt beim Treten bis maximal 45 km/h. S-Pedelecs gelten rechtlich nicht als normale Fahrräder und unterliegen unter anderem Versicherungs-, Führerschein- und Helmpflichten. Normale Radwege dürfen grundsätzlich nicht genutzt werden.
2. Den richtigen E-Bike-Typ wählen
- City- / Trekking-E-Bikes: Bieten meist eine aufrechte bis leicht sportliche Sitzposition, alltagstaugliche Reifen sowie Gepäckträger und Schutzbleche. Ideal für Pendler und längere Touren.
- Falt-E-Bikes: Kompakte Modelle mit kleineren Laufrädern, ideal für Wohnungen mit wenig Platz, Wohnmobile oder die Kombination mit Bahn und öffentlichem Nahverkehr.
- E-Fatbikes & All-Terrain-E-Bikes: Breite Reifen von etwa 3 bis 4 Zoll und häufig eine Federgabel sorgen für mehr Komfort und Traktion auf Schotter, Sand, Schnee oder schlechten Wegen.
- E-Lastenräder: Verlängerte oder speziell konstruierte Rahmen ermöglichen den Transport von Kindern, Einkäufen oder schwererem Gepäck.
3. Motor und Sensoren vergleichen
Motorposition
- Nabenmotor (Hinterrad): Preiswert, zuverlässig und treibt das Hinterrad direkt an. Gut geeignet für Alltag, Freizeit und überwiegend flache bis leicht hügelige Strecken.
- Mittelmotor: Sitzt im Bereich des Tretlagers zwischen den Pedalen. Durch die zentrale Position ist die Gewichtsverteilung ausgewogen. Da der Motor die Fahrradschaltung nutzen kann, eignet er sich besonders gut für Steigungen.
Sensortyp
- Trittfrequenzsensor: Aktiviert die Motorunterstützung, sobald eine Pedalbewegung erkannt wird. Einfach und gleichmäßig.
- Drehmomentsensor: Misst, wie kräftig Sie in die Pedale treten, und passt die Motorunterstützung entsprechend an. Dadurch entsteht ein besonders natürliches Fahrgefühl.
4. Akkukapazität und realistische Reichweite
- Wattstunden (Wh): Die Kapazität eines E-Bike-Akkus wird in Wattstunden angegeben.
Wattstunden (Wh) = Volt (V) × Amperestunden (Ah)
Je höher die Wattstundenzahl, desto größer kann die mögliche Reichweite sein.
- Reichweitenreserve: Steigungen, Gegenwind, Fahrergewicht, Temperatur und Unterstützungsstufe können die tatsächliche Reichweite deutlich reduzieren. Planen Sie deshalb ausreichend Reserve für Ihre regelmäßigen Strecken ein.
- Herausnehmbarer Akku: Ein entnehmbarer Akku kann bequem in der Wohnung oder im Büro geladen werden, ohne dass das komplette E-Bike zur Steckdose gebracht werden muss.
5. Wichtige Komponenten und praktische Kaufkriterien
- Hydraulische Scheibenbremsen: E-Bikes sind meist deutlich schwerer als klassische Fahrräder. Hydraulische Scheibenbremsen bieten eine hohe Bremsleistung bei vergleichsweise geringem Kraftaufwand am Bremshebel.
- Rahmenform: Ein Tiefeinsteiger erleichtert das Auf- und Absteigen. Ein klassischer Diamant- bzw. High-Step-Rahmen bietet dagegen die traditionelle Rahmenform.
- Sicherheit und Normen: Für den deutschen bzw. europäischen Markt sollten Sie auf die Einhaltung relevanter EU-Vorgaben und Normen achten. Bei Pedelecs spielt insbesondere DIN EN 15194 eine wichtige Rolle.
Beliebte Modelle im Vergleich
1. Aventon Level 4 REC E-Bike
Ein vielseitiges Pendler-E-Bike mit 750-W-Hinterradnabenmotor, Trittfrequenz- und Drehmomentsensor-Modi, integriertem Gepäckträger, Schutzblechen und Beleuchtung mit Blinkfunktion.
2. Himiway D5 2.0
Himiway D5 2.0 20": Ein vollgefedertes All-Terrain-Fatbike mit einem kraftvollen Hinterradnabenmotor, 90 Nm Drehmoment und einem 48-V-/15-Ah-Akku. Ausgestattet mit 26 × 4,0 Zoll breiten, pannengeschützten Reifen, Vorder- und Hinterradfederung (100-mm-Federgabel + 130-mm-Hinterbaudämpfer), umschaltbarer Drehmoment-/Trittfrequenzsensorik und einer hohen Zuladung – ideal für schlechte Wege, längere Touren und den Transport von zusätzlichem Gepäck.
3. Aventon Level 4 ADV E-Bike
Ein hochwertiges Pendler-E-Bike mit Mittelmotor, gleichmäßiger und intuitiver Unterstützung, elektronischer Schaltung und effizienter Akkunutzung.
4. Lectric XP4 750 (Step-Over / Step-Thru)
Ein kompaktes Falt-E-Bike mit 750-W-Motor, hydraulischen Scheibenbremsen und Drehmomentsensor.
5. Aventon Aventure.2 / Aventure 3
Robuste Hardtail-Fatbikes mit 4 Zoll breiten Reifen, die sich besonders für Schotter, unbefestigte Wege und wechselnde Untergründe eignen.
6. Lectric XP Lite 2.0
Ein besonders kompaktes Falt-E-Bike mit einem Gewicht von knapp unter 23 kg. Gut geeignet für Wohnungen mit wenig Stauraum, Wohnmobile und kurze Fahrten in der Stadt.
7. Rad Power Bikes Radster Road
Ein straßenorientiertes Pendler-E-Bike mit reaktionsschnellem Drehmomentsensor und leistungsfähigen Bremsen für den täglichen Einsatz.
Welche E-Bike-Kategorie brauche ich für Radwege und Trails in meiner Umgebung?
Für die meisten Radwege und Freizeitstrecken in Deutschland ist ein Pedelec mit Tretunterstützung bis 25 km/h die praktischste Wahl, da es rechtlich grundsätzlich als Fahrrad gilt und entsprechend vielseitig genutzt werden kann.
Die wichtigsten E-Bike-Kategorien in Deutschland
- Pedelec bis 25 km/h: Der Motor unterstützt nur beim Treten und schaltet die Unterstützung bei 25 km/h ab. Die Nenndauerleistung beträgt maximal 250 W. Rechtlich wird es grundsätzlich wie ein Fahrrad behandelt.
- Pedelec mit Anfahr-/Schiebehilfe: Eine motorisierte Anfahr- oder Schiebehilfe ohne Treten ist bis maximal 6 km/h möglich.
- S-Pedelec bis 45 km/h: Unterstützt beim Treten bis maximal 45 km/h. Es gilt rechtlich als Kleinkraftrad und darf normale Radwege grundsätzlich nicht benutzen.
Welche Variante eignet sich für welchen Weg?
1. Asphaltierte Radwege und gemeinsame Geh- und Radwege
Diese Wege werden häufig von Radfahrern, Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzt.
- Geeignet: Ein normales Pedelec bis 25 km/h kann grundsätzlich auf Radwegen genutzt werden und ist für diese Art von Strecke die flexibelste Wahl.
- Eingeschränkt: S-Pedelecs bis 45 km/h dürfen normale Radwege grundsätzlich nicht benutzen und müssen in der Regel auf der Fahrbahn fahren.
- Hinweis: Zusätzlich können örtliche Beschilderungen und Regelungen gelten. Achten Sie deshalb immer auf die Verkehrszeichen vor Ort.
2. Naturwege, Singletrails und Mountainbike-Strecken
- Geeignet: Ein Pedelec bis 25 km/h ist die sinnvollste Wahl, sofern E-Bikes auf der jeweiligen Strecke erlaubt sind.
- Eingeschränkt: S-Pedelecs sind für klassische, nicht motorisierte Mountainbike-Trails in der Regel nicht vorgesehen.
- Hinweis: Ob ein Pedelec auf Waldwegen, Naturwegen oder ausgewiesenen MTB-Trails fahren darf, hängt zusätzlich von den jeweiligen Landes-, Forst- und lokalen Streckenregelungen ab.
Zusammenfassung
- Beste Allround-Wahl: Wählen Sie ein Pedelec bis 25 km/h, wenn Sie hauptsächlich auf Radwegen, Schotterwegen, Freizeitstrecken und geeigneten Trails fahren möchten. Es bietet in Deutschland die größte Flexibilität.
- Wenn Sie schneller fahren möchten: Ein S-Pedelec bis 45 km/h eignet sich eher für schnelle Pendelstrecken auf der Straße. Für normale Radwege und viele Freizeitwege ist es aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen weniger geeignet.
Soll ich für mein E-Bike einen Mittelmotor oder einen Nabenmotor wählen?
Die Entscheidung zwischen Mittelmotor und Nabenmotor hängt vor allem davon ab, wo Sie fahren, welches Fahrgefühl Sie bevorzugen und wie hoch Ihr Budget ist.
1. Mittelmotor
Der Motor sitzt zentral am Tretlager zwischen den Pedalen und überträgt seine Kraft direkt über den Antrieb des Fahrrads.
Am besten geeignet für: Steile Anstiege, E-Mountainbiking, Fahrten mit schwerem Gepäck, längere Touren und Fahrer, die ein möglichst natürliches Fahrgefühl bevorzugen.
Vorteile
- Steigungen & Effizienz: Da der Motor die Fahrradschaltung nutzt, kann er sowohl bei steilen Anstiegen als auch auf flachen Strecken in einem effizienten Drehzahlbereich arbeiten.
- Ausgewogene Gewichtsverteilung: Durch die zentrale und tiefe Position des Motors bleibt das E-Bike gut ausbalanciert und lässt sich besonders kontrolliert fahren.
- Natürliches Fahrgefühl: Viele Mittelmotoren arbeiten mit Drehmomentsensoren, die die Unterstützung an die eigene Tretkraft anpassen.
- Einfachere Reifenreparatur: Vorder- und Hinterrad lassen sich ähnlich wie bei einem normalen Fahrrad ausbauen, da keine Motorkabel am Rad getrennt werden müssen.
Nachteile
- Höherer Preis: Mittelmotoren sind vor allem bei E-Bikes der mittleren und höheren Preisklasse verbreitet. Reparatur und Austausch können entsprechend teurer sein.
- Höherer Verschleiß am Antrieb: Die zusätzliche Motorkraft wirkt über Kette, Kassette und Schaltung, wodurch diese Komponenten schneller verschleißen können.
- Richtiges Schalten erforderlich: Vor steilen Anstiegen sollte rechtzeitig heruntergeschaltet werden. Beim Gangwechsel empfiehlt es sich, den Pedaldruck kurz zu reduzieren, um Kette und Schaltung zu schonen.
2. Nabenmotor
Der Motor ist direkt in der Nabe des Vorder- oder Hinterrads integriert. Bei modernen E-Bikes ist der Hinterradnabenmotor deutlich verbreiteter.
Am besten geeignet für: Alltag und Pendeln, flaches bis mäßig hügeliges Gelände, entspannte Freizeitfahrten und preisbewusste Käufer.
Vorteile
- Günstiger & gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die einfachere Konstruktion macht E-Bikes mit Nabenmotor häufig günstiger in der Anschaffung.
- Geringerer Verschleiß am Antrieb: Der Motor treibt das Rad direkt an und belastet Kette, Kettenblatt und Kassette nicht zusätzlich mit seinem Motordrehmoment.
- Einfache Kraftübertragung: Der direkte Antrieb des Rades sorgt für eine gleichmäßige und unkomplizierte Motorunterstützung.
- Geringer Wartungsaufwand: Nabenmotoren sind meist geschlossene Einheiten und benötigen im Alltag nur wenig motorbezogene Wartung.
Nachteile
- Nachteile an steilen Anstiegen: Ein Nabenmotor kann die Fahrradschaltung nicht nutzen. Bei langen und steilen Anstiegen kann er deshalb weniger effizient arbeiten, stärker erwärmen und mehr Energie verbrauchen.
- Ungleichmäßige Gewichtsverteilung: Das zusätzliche Motorgewicht sitzt direkt am Vorder- oder Hinterrad. Besonders ein Hinterradnabenmotor kann das Heck spürbar schwerer machen.
- Aufwendigerer Reifenwechsel: Bei einem platten Hinterreifen müssen je nach Modell das Motorkabel getrennt und zusätzliche Befestigungen gelöst werden.
Kurzer Vergleich
| Merkmal | Mittelmotor | Hinterradnabenmotor |
|---|---|---|
| Typischer Preis | Höher | Günstig bis mittel |
| Steile Anstiege | Sehr gut, da die Schaltung genutzt wird | Gut bis mäßig, abhängig von Motor und Steigung |
| Handling & Balance | Zentral und ausgewogen | Mehr Gewicht am Hinterrad |
| Ketten-/Schaltungsverschleiß | Höher | Geringer |
| Fahrgefühl | Sehr natürlich | Direkter Schub vom Hinterrad |
| Reifenwechsel | Ähnlich wie beim normalen Fahrrad | Motorkabel und Befestigung müssen ggf. gelöst werden |
Zusammenfassung
- Wählen Sie einen Mittelmotor, wenn: Sie häufig in hügeligem oder bergigem Gelände unterwegs sind, E-Mountainbike fahren, schweres Gepäck transportieren oder ein besonders natürliches und sportliches Fahrgefühl bevorzugen.
- Wählen Sie einen Nabenmotor, wenn: Sie ein zuverlässiges und preislich attraktives E-Bike für Alltag, Pendeln oder Freizeit auf überwiegend flachen bis leicht hügeligen Strecken suchen und einen möglichst wartungsarmen Antrieb bevorzugen.
Ist der E-Bike-Akku sicherheitszertifiziert?
Ob ein E-Bike-Akku über eine entsprechende Sicherheitszertifizierung verfügt, hängt vom jeweiligen Hersteller und Modell ab. Bei E-Bikes für den deutschen und europäischen Markt sollten Käufer vor allem auf die Einhaltung relevanter EU-Sicherheitsanforderungen und Normen achten.
Wichtige Standards und Kennzeichnungen
- DIN EN 50604-1: Eine wichtige europäische Sicherheitsnorm für Lithium-Ionen-Batterien, die in leichten Elektrofahrzeugen wie E-Bikes eingesetzt werden.
- DIN EN 15194: Eine zentrale europäische Norm für Pedelecs, die unter anderem Anforderungen an das elektrische Antriebssystem und die elektrische Sicherheit umfasst.
- CE-Kennzeichnung: Bei in der EU verkauften E-Bikes und elektrischen Komponenten ist außerdem auf die erforderliche CE-Konformität zu achten.
Achtung bei Werbeaussagen: Eine Zertifizierung des Ladegeräts allein bedeutet nicht automatisch, dass auch der E-Bike-Akku oder das komplette elektrische System nach einem entsprechenden Sicherheitsstandard geprüft wurde.
So überprüfen Sie die Zertifizierung
- Akku-Kennzeichnung prüfen: Kontrollieren Sie das Typenschild des Akkus auf Angaben zu Hersteller, Modell, technischen Daten sowie relevanten Prüfzeichen und Normen.
- Zertifikat oder Prüfbericht prüfen: Seriöse Hersteller können in der Regel entsprechende Konformitätsunterlagen, Zertifikate oder Prüfberichte für das jeweilige Akku- bzw. E-Bike-Modell bereitstellen.
- Angaben beim Hersteller überprüfen: Vergleichen Sie Modellnummer und Zertifikatsangaben mit den Informationen des Herstellers oder der jeweiligen Prüforganisation, beispielsweise TÜV Rheinland, SGS oder Intertek.
Hat das E-Bike hydraulische oder mechanische Bremsen?
Je nach E-Bike-Modell kommen unterschiedliche Bremssysteme zum Einsatz:
- Mechanische Scheibenbremsen (Seilzug): Häufig bei günstigeren Einsteiger- und Falt-E-Bikes zu finden.
- Hydraulische Scheibenbremsen: Bei vielen E-Bikes der mittleren und höheren Preisklasse Standard, insbesondere bei Trekking-E-Bikes, E-Lastenrädern, All-Terrain-E-Bikes und E-Mountainbikes.
Welche Garantie gilt für Motor und Akku eines E-Bikes?
Die Garantiebedingungen für Motor und Akku unterscheiden sich je nach Hersteller. In Deutschland ist außerdem wichtig, zwischen der gesetzlichen Gewährleistung des Verkäufers und einer freiwilligen Herstellergarantie zu unterscheiden.
1. Garantie und Laufzeit
- Herstellergarantie: Viele etablierte E-Bike-Hersteller bieten etwa 2 Jahre Garantie auf zentrale elektrische Komponenten wie Motor, Controller, Display und Akku.
- Antriebssysteme (z. B. Bosch, Shimano, Yamaha, Brose): Die konkrete Abdeckung und Laufzeit hängen vom jeweiligen Hersteller, System und Fahrradmodell ab.
- Direktvertriebsmarken: Auch hier sind häufig etwa 2 Jahre Herstellergarantie auf Motor und Akku üblich. Die genauen Bedingungen sollten jedoch vor dem Kauf geprüft werden.
- Gesetzliche Gewährleistung: Unabhängig von einer freiwilligen Herstellergarantie bestehen beim Kauf bei einem Händler in Deutschland gesetzliche Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer.
2. Garantiebedingungen für den Motor
Was ist normalerweise abgedeckt?
Herstellungs- und Materialfehler, interne Defekte am Motor sowie Fehler an elektronischen Komponenten oder Sensoren, sofern sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auftreten.
Häufige Ausschlüsse
- Tuning oder technische Veränderungen, beispielsweise das Entfernen der Geschwindigkeitsbegrenzung oder nicht freigegebene Firmware-Modifikationen.
- Wasserschäden durch Hochdruckreinigung oder vollständiges Untertauchen.
- Schäden durch Unfälle, Stürze oder unsachgemäße Nutzung.
- Normaler Verschleiß mechanischer Komponenten.
3. Garantiebedingungen für den Akku
Was ist normalerweise abgedeckt?
Defekte, durch die sich der Akku nicht mehr laden oder einschalten lässt, Fehler am BMS (Battery Management System), defekte Zellen oder ungewöhnlich schneller Kapazitätsverlust, sofern die jeweiligen Garantiebedingungen erfüllt sind.
Kapazitätsverlust
Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit zunehmendem Alter und durch Ladezyklen auf natürliche Weise an Kapazität. Hersteller können deshalb bestimmte Mindestkapazitäten oder maximale Ladezyklen innerhalb des Garantiezeitraums festlegen. Normaler, altersbedingter Kapazitätsverlust gilt in der Regel als Verschleiß und ist nicht automatisch von der Garantie abgedeckt.
Häufige Ausschlüsse
- Öffnen des Akkugehäuses oder beschädigte Manipulationssiegel.
- Verwendung nicht freigegebener Ladegeräte.
- Unsachgemäße Lagerung, beispielsweise wenn der Akku über längere Zeit vollständig entladen bleibt.
- Schäden durch extreme Temperaturen, Wasser, Korrosion oder chemische Einwirkungen.
4. Voraussetzungen für einen Garantieanspruch
- Kaufnachweis: Für einen Garantieanspruch werden normalerweise Rechnung, Bestellnummer oder ein anderer Kaufnachweis benötigt.
- Nachweise zum Defekt: Hersteller können Fotos, Videos, Fehlercodes vom Display oder weitere Diagnoseinformationen verlangen.
- Ersatzteile, Arbeitskosten und Versand: Ob neben einem Ersatzteil auch Versand-, Diagnose- und Werkstattkosten übernommen werden, hängt von den jeweiligen Garantiebedingungen des Herstellers bzw. Händlers ab.
Lässt sich der E-Bike-Akku zum Laden und als Diebstahlschutz einfach herausnehmen?
Ja, bei den meisten E-Bikes ist der Akku so konstruiert, dass er sich zum bequemen Laden und als zusätzliche Diebstahlschutzmaßnahme einfach herausnehmen lässt.
1. So funktioniert die Akkuentnahme
Bei E-Bikes sind vor allem zwei Akkuvarianten verbreitet:
- Integrierter / teilintegrierter Akku im Unterrohr: Der Akku sitzt bündig im Rahmen. Mit dem Schlüssel wird das Akkuschloss entriegelt. Anschließend lässt sich der Akku je nach Konstruktion herauskippen, herausziehen oder nach unten entnehmen. Häufig gibt es zusätzlich eine Sicherheitsverriegelung.
- Externer / Gepäckträger-Akku: Der Akku befindet sich auf dem Unterrohr oder unter dem Gepäckträger. Nach dem Entriegeln mit dem Schlüssel lässt er sich entlang seiner Führungsschiene herausziehen.
Bei beiden Varianten dauert die Entnahme nach dem Entriegeln normalerweise nur 10 bis 15 Sekunden.
2. Praktisch beim Laden
- Akku separat laden: Sie müssen nicht das komplette E-Bike in die Wohnung, ins Haus oder ins Büro bringen. Stattdessen nehmen Sie einfach den Akku mit und laden ihn an einer geeigneten Steckdose.
- Laden am oder außerhalb des E-Bikes: Viele Modelle ermöglichen sowohl das Laden des eingebauten als auch des herausgenommenen Akkus.
- Temperatur beachten: Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht bei Frost oder extremer Hitze geladen werden. Ein herausnehmbarer Akku lässt sich leichter bei geeigneter Raumtemperatur laden.
3. Vorteile beim Diebstahlschutz
- Zusätzlicher Diebstahlschutz: Der Akku gehört zu den teuersten Einzelkomponenten eines E-Bikes und kostet als Ersatz häufig mehrere Hundert Euro. Wenn Sie ihn beim längeren Abstellen mitnehmen, wird das E-Bike für Diebe weniger attraktiv.
- Akkuschloss: Im eingebauten Zustand ist der Akku bei vielen E-Bikes mit einem Schlüssel am Rahmen verriegelt und kann nicht einfach herausgezogen werden.
Ausnahmen, auf die Sie achten sollten
- Leichte / besonders schlanke E-Bikes: Einige leichte City-, Gravel- und Road-E-Bikes besitzen einen fest im Unterrohr verbauten Akku. Dieser ist nicht für die tägliche Entnahme vorgesehen. Zum Laden muss das E-Bike daher in die Nähe einer Steckdose gebracht werden.
- Falt-E-Bikes: Bei einigen Falt-E-Bikes befindet sich der Akku vollständig im Hauptrahmen. Er ist zwar herausnehmbar, das Fahrrad muss dafür jedoch zunächst zusammengeklappt bzw. geöffnet werden.
