Auf dieser Seite
- Die besten E-Bikes für die Jagd im Überblick
- 1. Bakcou Storm G2 – Bestes Jagd-E-Bike für steiles Gelände
- 2. Himiway D5 2.0 Camo – Bestes Allround-E-Bike für die Jagd
- 3. Rambo Savage 2.0 – Robustes Jagd-E-Bike für einfache Revierfahrten
- 4. Rambo Megatron 4.0 AWD – Maximale Traktion im schwierigen Gelände
- 5. Birch Grolar AWD – AWD-Jagd-E-Bike für schwere Ausrüstung
- 6. Mokwheel Obsidian 2.0 – Besonders interessant für hohe Zuladung
- 7. Himiway D7 – Bestes vollgefedertes Hunting-E-Bike für lange Strecken
- 8. Burchda R5 Pro – Preisgünstiges Fatbike für gelegentliche Jagdeinsätze
- Was macht ein gutes E-Bike für die Jagd aus?
- Sinnvolles Zubehör für ein Jagd-E-Bike
- Darf man mit einem Jagd-E-Bike im deutschen Wald fahren?
- Pedelec oder leistungsstarkes Hunting-E-Bike – was ist in Deutschland sinnvoller?
- Jagd-E-Bike oder ATV – was ist besser?
- Welches Jagd-E-Bike solltest du wählen?
- Welches ist das beste E-Bike für die Jagd?
Wer in Deutschland zur Jagd ins Revier fährt, muss oft längere Wald- und Forstwege, Schotterpisten, nasse Wiesen oder anspruchsvolle Steigungen bewältigen. Dazu kommen Jagdrucksack, Kleidung, Fernglas, Ausrüstung und je nach Einsatz weiteres Gepäck.
Ein E-Bike für die Jagd kann dabei eine interessante Alternative zum Geländewagen oder ATV sein. Es ist vergleichsweise leise, kompakt und auf schmalen Wegen deutlich einfacher zu bewegen.
Allerdings gibt es für Deutschland einen entscheidenden Unterschied zu vielen US-amerikanischen Hunting Fatbike E-Bikes:
Viele speziell für die Jagd beworbene Modelle besitzen 750 W, 1000 W oder sogar zwei Motoren. Solche Fahrzeuge entsprechen in dieser Konfiguration in der Regel nicht einem normalen deutschen Pedelec.
Ein klassisches Pedelec gilt in Deutschland grundsätzlich als Fahrrad, wenn der Motor nur beim Treten unterstützt, die Nenndauerleistung maximal 250 W beträgt und die Unterstützung spätestens bei 25 km/h endet. Fahrzeuge mit höherer Leistung oder höherer unterstützter Geschwindigkeit können dagegen rechtlich als Kraftfahrzeuge eingestuft werden.
Deshalb sollte man bei einem Jagd-E-Bike nicht nur auf Motorleistung und Reichweite achten, sondern unbedingt auch auf die deutsche Straßenzulassung und die zulässige Nutzung im jeweiligen Revier.
Für die meisten Jäger sind folgende Eigenschaften besonders wichtig:
- breite Reifen für Waldwege, Schlamm und Schnee
- hohes Drehmoment für Steigungen
- robuste hydraulische Scheibenbremsen
- ausreichend Akkukapazität
- hohe Zuladung
- Gepäckträger oder Anhänger-Kompatibilität
- zuverlässige Federung
- möglichst leiser Antrieb
Hier sind acht interessante E-Bikes für unterschiedliche Jagdeinsätze.

Die besten E-Bikes für die Jagd im Überblick
| Modell | Besonders geeignet für | Motor | Angegebene Reichweite | Zuladung | Reifen |
|---|---|---|---|---|---|
| Bakcou Storm G2 | Steiles Gelände | 750/1000 W Mid-Drive | abhängig vom Akku | – | Fatbike-Reifen |
| Himiway D5 2.0 Camo | Preis-Leistung & Allround | 750 W / 90 Nm | bis 70 Meilen | 400 lbs | 26" x 4.0" |
| Rambo Savage 2.0 | Robuster Jagdeinsatz | 750–1000 W | bis 48 Meilen | 300 lbs | 24" x 4.0" |
| Rambo Megatron 4.0 AWD | Schlamm & Schnee | 2 x 1000 W | 65–110 Meilen* | – | Fatbike-Reifen |
| Birch Grolar AWD | AWD & hohe Zuladung | 2 x 750 W | bis 85 Meilen | 400 lbs | 26" x 4.0" |
| Mokwheel Obsidian 2.0 | Hohe Zuladung | 750 W / 105 Nm | bis 80 Meilen | 560 lbs | 4.0" |
| Himiway D7 | Vollfederung & Reichweite | 1000 W / 96 Nm | 60–80 Meilen | 400 lbs | 26" x 4.5" |
| Burchda R5 Pro | Preisgünstige Alternative | 750 W | bis 65 Meilen | 400 lbs | 26" x 4.0" |
*Herstellerangaben zur Reichweite sind unter idealen Bedingungen ermittelte Maximalwerte. Im Jagdeinsatz können Steigungen, niedrige Temperaturen, weicher Untergrund, Gepäck und Anhänger die tatsächliche Reichweite deutlich reduzieren.
Wichtig für Deutschland: Die hier genannten Motorleistungen beziehen sich teilweise auf internationale oder US-Konfigurationen. Vor einem Kauf sollte geprüft werden, ob eine für Deutschland beziehungsweise die EU zugelassene Version angeboten wird.
1. Bakcou Storm G2 – Bestes Jagd-E-Bike für steiles Gelände
Wer sein Jagdgebiet hauptsächlich über steile Forstwege und anspruchsvolle Bergstrecken erreicht, sollte nicht nur auf die Wattzahl achten.
Hier spielt ein Mid-Drive-Motor seine Vorteile aus.
Der Bakcou Storm G2 verwendet einen Bafang Ultra M620 Mittelmotor, der je nach Konfiguration mit 750 beziehungsweise 1000 W angeboten wird und bis zu etwa 160 Nm Drehmoment liefert.
Der entscheidende Vorteil eines Mittelmotors besteht darin, dass die Motorleistung über die Fahrradschaltung übertragen wird.
Das bedeutet:
Bei einer starken Steigung kann man einen niedrigen Gang wählen und gleichzeitig das Motordrehmoment effizient nutzen.
Warum ist das für Jäger interessant?
In bergigen Revieren mit:
- langen Steigungen
- felsigen Wegen
- tiefen Waldwegen
- schweren Gepäcktaschen
- Anhängerbetrieb
kann ein leistungsstarker Mittelmotor deutlich besser funktionieren als ein einfacher Nabenmotor.
Die Vollfederung hilft zusätzlich auf Wurzeln, Schlaglöchern und ausgewaschenen Forstwegen.
Nachteile
Der Storm gehört eher zur Premiumklasse.
Ein weiterer Punkt ist der Verschleiß: Leistungsstarke Mittelmotoren belasten Kette, Kassette und Schaltung stärker als klassische Nabenmotoren.
Für deutsche Käufer ist außerdem entscheidend, ob die gewünschte Version überhaupt als legales Pedelec angeboten beziehungsweise zugelassen werden kann.
Geeignet für: Bergreviere, sehr steile Forstwege und anspruchsvolles Gelände.
2. Himiway D5 2.0 Camo – Bestes Allround-E-Bike für die Jagd
Das Himiway D5 2.0 Camo positioniert sich zwischen teuren spezialisierten Hunting-E-Bikes und normalen Freizeit-Fatbikes.
Die internationale Ausführung kombiniert einen 750-W-Nabenmotor mit 90 Nm Drehmoment, 26 x 4 Zoll breite Fatbike-Reifen, Vollfederung und eine maximale Gesamtzuladung von rund 400 lbs beziehungsweise etwa 181 kg.
Besonders auffällig ist natürlich die Camouflage-Lackierung, die optisch gut zu Wald- und Jagdeinsätzen passt.
Für die tatsächliche Nutzung ist aber die technische Ausstattung wichtiger als das Tarnmuster.
Gute Kombination aus Federung und Transportkapazität
Das D5 2.0 verfügt über:
- 100 mm Federweg vorne
- 130 mm Federweg hinten
- hydraulische Scheibenbremsen
- 4-Kolben-Bremssättel
- große Bremsscheiben
- breite All-Terrain-Reifen
Das ist für ein schwer beladenes Fatbike besonders sinnvoll.
Wer mit Jagdrucksack, Kleidung, Werkzeug oder weiterem Zubehör unterwegs ist, braucht vor allem bei langen Abfahrten ausreichend Bremsleistung.
Gute Reichweite für längere Revierfahrten
Himiway nennt für das Modell unter idealen Bedingungen eine Reichweite von bis zu rund 70 Meilen beziehungsweise etwa 113 km mit Tretunterstützung.
Im echten Jagdeinsatz sollte man allerdings deutlich konservativer kalkulieren.
Schlamm, kalte Temperaturen, lange Steigungen, hoher Reifendruckverlust und schweres Gepäck können die Reichweite erheblich reduzieren.
Warum interessant für die Jagd?
Ein weiterer Vorteil ist der robuste Gepäckträger.
Dieser kann genutzt werden für:
- Jagdrucksack
- wasserdichte Packtaschen
- Regenkleidung
- Werkzeug
- Verpflegung
- kleinere Ausrüstung
Für schweres Wild sollte jedoch nicht einfach der Gepäckträger überladen werden. Dafür eignet sich ein entsprechend zugelassener Lasten- oder Jagdanhänger wesentlich besser.
Nachteile
Das Fahrrad ist mit rund 40 kg deutlich schwerer als ein normales Trekking- oder Mountainbike.
Das sollte man berücksichtigen, wenn das Rad regelmäßig auf einen Fahrradträger gehoben werden muss.
Geeignet für: Waldwege, Revierfahrten, längere Strecken und Jäger, die ein vielseitiges Fatbike mit hoher Zuladung suchen.
Deutschland-Hinweis: Vor dem Kauf muss unbedingt geprüft werden, ob eine entsprechend EU-/Deutschland-konforme 250-W-Pedelec-Version verfügbar ist.
3. Rambo Savage 2.0 – Robustes Jagd-E-Bike für einfache Revierfahrten
Der Rambo Savage 2.0 folgt einem klassischen Hunting-E-Bike-Konzept:
robuster Aluminiumrahmen, breite Reifen, kräftiger Hinterradmotor und möglichst wenig unnötige Komplexität.
Je nach Ausführung wird das Fahrrad mit einem 750- bis 1000-W-Nabenmotor angeboten.
Dazu kommen:
- rund 90 Nm Drehmoment
- 24 x 4 Zoll Fatbike-Reifen
- hydraulische Scheibenbremsen
- etwa 136 kg maximale Zuladung
- 48-V-Akku
Warum eignet es sich für Jäger?
Die etwas kleineren 24-Zoll-Fatbike-Reifen machen das Fahrrad kompakter als viele typische 26-Zoll-Jagd-E-Bikes.
Gleichzeitig bleiben die Reifen breit genug für:
- Waldwege
- feuchten Boden
- Kies
- lockeren Untergrund
- leichten Schnee
Rambo bietet außerdem zahlreiche jagdspezifische Zubehörteile wie Gepäcksysteme und Transportlösungen an.
Nachteile
Der Savage ist ein Hardtail.
Wer regelmäßig mehrere Kilometer über Wurzeln, grobe Waldwege oder ausgewaschene Forststraßen fährt, dürfte mit einem vollgefederten Modell komfortabler unterwegs sein.
Auch die maximale Zuladung liegt niedriger als bei einigen anderen Bikes in diesem Vergleich.
Geeignet für: Robuste Revierfahrten auf Wald- und Forstwegen.
Die besten AWD-E-Bikes für Jagd, Schlamm und Schnee
4. Rambo Megatron 4.0 AWD – Maximale Traktion im schwierigen Gelände
Beim Rambo Megatron 4.0 AWD werden sowohl Vorder- als auch Hinterrad angetrieben.
Das Modell arbeitet mit zwei 1000-W-Nabenmotoren.
Je nach Situation kann der Fahrer:
- nur den Vorderradantrieb
- nur den Hinterradantrieb
- oder Allradantrieb
verwenden.
Wann bringt AWD wirklich etwas?
Allradantrieb ist nicht automatisch besser.
Auf normalen Forstwegen bringt er häufig wenig zusätzlichen Nutzen.
Interessant wird AWD vor allem bei:
- tiefem Schnee
- Schlamm
- nassem Gras
- Sand
- sehr lockerem Kies
- steilen, rutschigen Wegen
Wenn das Hinterrad durchdreht, kann der zusätzliche Antrieb am Vorderrad helfen, weiter voranzukommen.
Nachteile
Zwei Motoren bedeuten:
- mehr Gewicht
- höheren Energieverbrauch
- komplexere Elektronik
- höhere Anschaffungskosten
- mehr Wartungsaufwand
Für normale deutsche Wald- und Revierwege wäre dieses Konzept in den meisten Fällen deutlich überdimensioniert.
Hinzu kommt die rechtliche Situation: Ein Dual-Motor-System mit zwei 1000-W-Motoren ist kein normales deutsches Pedelec.
Geeignet für: Private Flächen und extreme Offroad-Einsätze, sofern die Nutzung dort rechtlich zulässig ist.
5. Birch Grolar AWD – AWD-Jagd-E-Bike für schwere Ausrüstung
Der Birch Grolar AWD verfolgt ein ähnliches Konzept wie der Megatron, kombiniert aber zwei 750-W-Motoren mit hoher Zuladung und einem großen Akku.
Der Hersteller nennt:
- zwei 750-W-Nabenmotoren
- bis zu 160 Nm kombiniertes Drehmoment
- etwa 181 kg Zuladung
- 26 x 4 Zoll Fatbike-Reifen
- großen 1200-Wh-Akku
Interessant für Jäger sind vor allem die Transportmöglichkeiten.
Der hintere Gepäckträger ist auf hohe Lasten ausgelegt, zusätzlich kann vorne Gepäck transportiert werden.
Das erleichtert die Trennung von:
- Kleidung
- Werkzeug
- Verpflegung
- Optik
- weiterem Jagdzubehör
Nachteile
Das Fahrrad ist sehr schwer.
Birch gibt für das Grolar inklusive Akku rund 49 kg an.
Wer sein Bike regelmäßig in einen Transporter, SUV oder auf einen Heckträger hebt, sollte das unbedingt berücksichtigen.
Geeignet für: Schlamm, Schnee und schwere Ausrüstung auf Privatgelände beziehungsweise dort, wo die Nutzung eines solchen Fahrzeugs zulässig ist.
Die besten vollgefederten Jagd-E-Bikes
6. Mokwheel Obsidian 2.0 – Besonders interessant für hohe Zuladung
Die maximale Zuladung wird bei Hunting-E-Bikes häufig unterschätzt.
Dabei besteht das tatsächliche Gewicht nicht nur aus dem Fahrer.
Man muss rechnen:
Fahrer + Kleidung + Rucksack + Wasser + Ausrüstung + Gepäck
Ein 100 kg schwerer Fahrer mit 20 kg Ausrüstung kommt bereits auf 120 kg.
Das Mokwheel Obsidian 2.0 fällt hier durch seine sehr hohe Herstellerangabe zur maximalen Zuladung auf.
Genannt werden bis zu 560 lbs beziehungsweise rund 254 kg.
Dazu kommen je nach Marktversion:
- 750-W-Motor
- 105 Nm Drehmoment
- Vollfederung
- 4 Zoll breite Fatbike-Reifen
- großer Akku
- Drehmoment- und Kadenzsensor
Warum ist das für die Jagd interessant?
Das Modell eignet sich besonders für schwere Fahrer oder umfangreiche Ausrüstung.
Die Vollfederung verbessert zusätzlich den Komfort auf:
- Schlaglöchern
- Wurzeln
- Schotter
- ausgewaschenen Wegen
Wichtig
Eine hohe zulässige Gesamtlast bedeutet nicht automatisch, dass der Gepäckträger dieselbe Last tragen darf.
Rahmenzuladung, Gepäckträgerbelastung und Anhängerlast sind unterschiedliche Werte.
Für schweres Wild sollte deshalb ein geeigneter Anhänger verwendet werden.
Geeignet für: Schwere Fahrer und hohe Gepäcklasten.
7. Himiway D7 – Bestes vollgefedertes Hunting-E-Bike für lange Strecken
Das Himiway D7, früher als Cobra bekannt, ist stärker auf anspruchsvolles Offroad-Fahren ausgelegt als das D5.
Die internationale Version kombiniert:
- 1000-W-Nabenmotor
- 96 Nm Drehmoment
- 960-Wh-Akku
- 26 x 4,5 Zoll Fatbike-Reifen
- 400 lbs beziehungsweise rund 181 kg Zuladung
- Vollfederung
Der größte Vorteil: die Federung
Das D7 verwendet eine Viergelenk-Hinterradfederung.
Das macht sich vor allem auf langen, schlechten Wegen bemerkbar.
Die Federung hilft bei:
- Wurzeln
- Schlaglöchern
- grobem Schotter
- Waschbrettpisten
- ausgefahrenen Forstwegen
Dadurch ermüdet der Fahrer weniger und das Hinterrad hält besseren Kontakt zum Boden.
D7 oder D5 2.0 Camo?
Das D5 2.0 Camo ist interessanter, wenn du ein ausgewogenes Jagd-Fatbike für Transport, Revierfahrten und gemischtes Gelände suchst.
Das D7 eignet sich besser, wenn sehr breite Reifen, hohe Akkukapazität und anspruchsvollere Federung im Vordergrund stehen.
Für besonders steiles Gelände existiert außerdem das D7 Pro mit leistungsstarkem Bafang-Mittelmotor.
Aber auch hier gilt:
Für Deutschland muss vor dem Kauf geprüft werden, welche Version rechtlich zulässig und tatsächlich verfügbar ist.
Geeignet für: Lange und schlechte Forstwege, anspruchsvolles Gelände und Fahrer mit hohen Komfortansprüchen.
8. Burchda R5 Pro – Preisgünstiges Fatbike für gelegentliche Jagdeinsätze
Nicht jeder benötigt ein spezialisiertes Hunting-E-Bike für mehrere Tausend Euro.
Wer nur gelegentlich ins Revier fährt oder das Fahrrad zusätzlich für Freizeit und Alltag nutzen möchte, findet mit dem Burchda R5 Pro eine günstigere Alternative.
Die internationale Version bietet unter anderem:
- 750-W-Nabenmotor
- bis zu 85 Nm Drehmoment
- 48 V / 20 Ah Akku
- 26 x 4 Zoll Fatbike-Reifen
- Vollfederung
- hydraulische Scheibenbremsen
- Faltmechanismus
Warum kann ein Faltmechanismus praktisch sein?
Ein faltbares Fatbike wird dadurch weder leicht noch besonders klein.
Das R5 Pro wiegt weiterhin deutlich über 30 kg.
Trotzdem kann der Faltmechanismus helfen, wenn das Fahrrad in:
- SUV
- Transporter
- Wohnmobil
- Kofferraum
transportiert werden soll.
Nachteile
Ein günstiges All-Terrain-E-Bike sollte nicht automatisch mit einem hochwertigen spezialisierten Jagd-E-Bike gleichgesetzt werden.
Bei längeren Fahrten weit entfernt von Straßen sind besonders wichtig:
- Ersatzteilversorgung
- Zuverlässigkeit
- Wasserschutz
- Reifenqualität
- Kundendienst
- Bremsenqualität
Geeignet für: Gelegentliche Revierfahrten und preisbewusste Käufer.
Was macht ein gutes E-Bike für die Jagd aus?
1. In Deutschland sind 250 W oft wichtiger als 1000 W
In vielen US-Vergleichen lautet die Empfehlung:
„Mindestens 750 W.“
Für Deutschland ist das zu pauschal.
Ein normales Pedelec darf eine Nenndauerleistung von maximal 250 W haben und den Fahrer nur beim Treten bis 25 km/h unterstützen. Dann wird es verkehrsrechtlich grundsätzlich wie ein Fahrrad behandelt.
Deshalb ist für einen deutschen Käufer häufig nicht die maximale Wattzahl entscheidend.
Wichtiger sind:
- hohes Drehmoment
- gute Übersetzung
- geeigneter Mittelmotor
- Traktion
- Gesamtgewicht
- Akku
- Motorsteuerung
Ein gut abgestimmter 250-W-Mittelmotor kann bei steilen Waldwegen erheblich sinnvoller sein als ein schlecht abgestimmter leistungsstarker Nabenmotor.
2. Mittelmotor oder Nabenmotor?
Für steile deutsche Mittelgebirgs- und Alpenregionen ist ein Mittelmotor oft besonders sinnvoll.
Der Motor kann die Fahrradschaltung nutzen.
In einem kleinen Gang kann dadurch auch bei niedriger Geschwindigkeit viel nutzbares Drehmoment am Hinterrad entstehen.
Das eignet sich besonders für:
- steile Waldwege
- schwere Fahrer
- hohe Zuladung
- Anhänger
- bergige Reviere
Ein Nabenmotor ist dagegen oft:
- einfacher aufgebaut
- günstiger
- wartungsärmer
- für flachere Forstwege vollkommen ausreichend
3. Fatbike-Reifen: hilfreich, aber nicht immer notwendig
Für Jagdzwecke können breite Reifen sehr sinnvoll sein.
Typische 26 x 4.0 Zoll Fatbike-Reifen funktionieren gut auf:
- Schnee
- weichem Waldboden
- Sand
- Schlamm
- lockerem Kies
Sie bieten eine große Aufstandsfläche und gute Stabilität.
Auf normalen befestigten Forstwegen haben sie allerdings Nachteile:
- höherer Rollwiderstand
- mehr Gewicht
- höherer Akkuverbrauch
- weniger präzises Fahrverhalten auf Asphalt
Wer hauptsächlich gut ausgebaute Waldwege nutzt, braucht nicht zwingend ein extremes 4-Zoll-Fatbike.
4. Reichweite realistisch berechnen
Die vom Hersteller angegebene maximale Reichweite sollte niemals als garantierte Jagdreichweite betrachtet werden.
Angenommen, dein Hochsitz liegt 15 km vom Ausgangspunkt entfernt.
Dann brauchst du mindestens:
15 km Hinfahrt + 15 km Rückfahrt = 30 km
Dazu sollte eine Sicherheitsreserve kommen.
Die Reichweite sinkt besonders durch:
- niedrige Temperaturen
- starke Steigungen
- weichen Untergrund
- niedrigen Reifendruck
- hohe Unterstützungsstufe
- schweres Gepäck
- Anhänger
- Gegenwind
Im Winter kann die Akkuleistung zusätzlich spürbar nachlassen.
Für lange Revierfahrten ist deshalb ein großer Akku meist wichtiger als hohe Höchstgeschwindigkeit.
5. Zuladung richtig berechnen
Die maximale Zuladung umfasst grundsätzlich nicht nur den Fahrer.
Berücksichtige:
Fahrer + Jagdbekleidung + Rucksack + Wasser + Ausrüstung + Gepäck
Beispiel:
105 kg Fahrer
- 8 kg Kleidung und Schuhe
- 12 kg Rucksack und Ausrüstung
= 125 kg Gesamtbelastung
Für große Fahrer und schwere Ausrüstung kann ein E-Bike mit 150 bis 180 kg zulässiger Gesamtbelastung deshalb sinnvoll sein.
6. Hydraulische Scheibenbremsen sind für Jagd-E-Bikes empfehlenswert
Ein schweres Fatbike mit Fahrer und Gepäck entwickelt bergab viel Bewegungsenergie.
Gute Bremsen sind deshalb wichtiger als besonders hohe Motorleistung.
Hydraulische Scheibenbremsen bieten:
- bessere Dosierbarkeit
- weniger benötigte Handkraft
- konstante Bremsleistung
- bessere Kontrolle bei langen Abfahrten
Bei schweren Bikes sind große Bremsscheiben und 4-Kolben-Bremssättel besonders sinnvoll.
7. Vollfederung oder Hardtail?
Ein Hardtail-E-Bike ist:
- günstiger
- leichter
- einfacher zu warten
Für normale Wald- und Forstwege reicht es oft völlig aus.
Ein vollgefedertes Jagd-E-Bike ist sinnvoller, wenn regelmäßig gefahren wird über:
- Wurzeln
- groben Schotter
- Schlaglöcher
- ausgewaschene Wege
- unebenes Gelände
Die Hinterradfederung erhöht nicht nur den Komfort, sondern kann auch die Traktion verbessern.
Sinnvolles Zubehör für ein Jagd-E-Bike
Man benötigt nicht jedes Zubehör, das speziell als „Hunting Accessory“ vermarktet wird.
Wirklich praktisch sind vor allem:
- robuster Gepäckträger
- wasserdichte Packtaschen
- geeigneter Lasten- oder Wildanhänger
- leistungsstarke Beleuchtung
- Ersatzschlauch oder Tubeless-Reparaturset
- Minipumpe
- Multitool
- Ersatzkettenschloss
- Offline-Navigation oder GPS
- Akkuschutz bei kaltem Wetter
- stabile Abstellmöglichkeit beziehungsweise Schloss
Beim Transport jagdlicher Ausrüstung müssen selbstverständlich die jeweils geltenden deutschen Vorschriften beachtet werden.
Darf man mit einem Jagd-E-Bike im deutschen Wald fahren?
Dieser Punkt ist für Deutschland besonders wichtig.
Nach § 14 Bundeswaldgesetz ist das Radfahren im Wald grundsätzlich auf Straßen und Wegen erlaubt. Die Bundesländer dürfen jedoch nähere Regelungen festlegen und die Nutzung beispielsweise aus Gründen des Forstschutzes, der Wildbewirtschaftung, des Naturschutzes oder zum Schutz anderer Waldbesucher einschränken.
Deshalb bedeutet „Wald“ nicht automatisch:
Mit jedem E-Bike darf überall gefahren werden.
Bei einem normalen Pedelec mit Fahrradstatus ist die Situation deutlich einfacher.
Ein leistungsstarkes 750-W-, 1000-W- oder Dual-Motor-Hunting-E-Bike kann dagegen rechtlich als Kraftfahrzeug gelten.
Damit können viele Wald-, Feld- und Radwege ausgeschlossen sein.
Auch S-Pedelecs dürfen grundsätzlich nicht einfach wie Fahrräder Radwege und für Kraftfahrzeuge gesperrte Wege benutzen.
Für Jagdflächen kommen außerdem hinzu:
- Landeswaldgesetze
- Naturschutzrecht
- örtliche Wegeregelungen
- Eigentumsverhältnisse
- Revierregeln
- Sondergenehmigungen
Vor der Nutzung sollte deshalb geprüft werden, welche Regeln im konkreten Bundesland und im jeweiligen Revier gelten.
Pedelec oder leistungsstarkes Hunting-E-Bike – was ist in Deutschland sinnvoller?
Für die meisten deutschen Jäger ist ein straßenzugelassenes 250-W-Pedelec mit hohem Drehmoment die unkompliziertere Lösung.
Ein solches Fahrrad kann beispielsweise kombiniert werden mit:
- leistungsstarkem Mittelmotor
- 625–800-Wh-Akku
- breiten MTB- oder Fatbike-Reifen
- hoher Zuladung
- hydraulischen Scheibenbremsen
- robustem Gepäckträger
Damit erhält man ein sehr leistungsfähiges Jagd-E-Bike, ohne automatisch in eine andere Fahrzeugklasse zu geraten.
Besonders leistungsstarke US-Hunting-Bikes mit 750, 1000 oder 2000 W können dagegen auf privatem Gelände interessant sein, sofern die Nutzung dort zulässig ist.
Für öffentliche Straßen und viele Waldwege ist die rechtliche Situation erheblich komplizierter.
Jagd-E-Bike oder ATV – was ist besser?
Ein E-Bike ersetzt kein ATV in jeder Situation.
Ein ATV ist besser für:
- sehr schwere Lasten
- große Anhänger
- extremes Gelände
- größere Wildbergung
- tiefe Schlammpassagen
Ein Jagd-E-Bike hat dagegen andere Vorteile.
Es ist:
- deutlich leiser
- kompakter
- einfacher zu transportieren
- platzsparender
- auf schmalen Wegen beweglicher
- energieeffizienter
Hinzu kommt, dass ein elektrischer Antrieb deutlich weniger Geräusche verursacht als ein Verbrennungsmotor.
Gerade für die Fahrt zum Ansitz kann das angenehm sein.
Trotzdem sollte ein E-Bike nicht als Freifahrtschein verstanden werden: Entscheidend ist immer, ob der jeweilige Weg mit diesem Fahrzeug tatsächlich befahren werden darf.
Welches Jagd-E-Bike solltest du wählen?
Das beste Jagd-E-Bike hängt stark von deinem Revier ab.
Für steiles Berggelände
Ein leistungsstarker Mittelmotor ist meist die beste Wahl.
Das Bakcou Storm zeigt sehr gut, welche Vorteile ein High-Torque-Mid-Drive bei steilen Anstiegen bietet.
Für Deutschland sollte man allerdings nach einer entsprechend legalen Pedelec-Alternative mit 250-W-Nenndauerleistung suchen.
Für vielseitige Revierfahrten
Das Himiway D5 2.0 Camo bietet in seiner internationalen Version eine ausgewogene Kombination aus:
- Vollfederung
- Fatbike-Reifen
- hoher Zuladung
- guter Reichweite
- kräftigen Bremsen
- Transportmöglichkeiten
Für deutsche Käufer ist entscheidend, eine für den lokalen Markt zulässige Konfiguration zu wählen.
Für Schlamm und tiefen Schnee
Modelle wie der Rambo Megatron AWD oder Birch Grolar AWD bieten außergewöhnlich hohe Traktion.
Für Deutschland sind solche leistungsstarken Dual-Motor-Systeme allerdings eher Spezialfahrzeuge als normale Pedelecs.
Für schwere Fahrer und viel Gepäck
Der Mokwheel Obsidian 2.0 fällt durch seine sehr hohe angegebene Zuladung auf.
Unabhängig vom Modell sollte aber zusätzlich die maximale Belastung von Gepäckträger und Anhänger geprüft werden.
Für lange schlechte Waldwege
Ein vollgefedertes Fatbike wie das Himiway D7 bietet hohen Komfort und gute Traktion auf Wurzeln, Schotter und ausgefahrenen Wegen.
Für ein kleineres Budget
Das Burchda R5 Pro bietet viel Ausstattung fürs Geld, ist aber eher ein allgemeines All-Terrain-E-Bike als ein spezialisiertes Premium-Jagd-E-Bike.
Welches ist das beste E-Bike für die Jagd?
Bei der Suche nach dem besten E-Bike für die Jagd sollte man in Deutschland anders entscheiden als in den USA.
Mehr Watt bedeutet hier nicht automatisch ein besseres Jagd-E-Bike.
Für die meisten deutschen Reviere sind wichtiger:
hohes Drehmoment + gute Übersetzung + ausreichend Akku + hohe Zuladung + zuverlässige Bremsen + geeignete Reifen + rechtlich zulässige Konfiguration
Wer überwiegend normale Wald- und Forstwege fährt, ist häufig mit einem kräftigen 250-W-Pedelec mit Mittelmotor besser beraten als mit einem 1000-W-Hunting-Bike.
Für weichen Boden, Schnee und Schlamm können breite Fatbike-Reifen sinnvoll sein.
Für bergige Reviere lohnt sich ein drehmomentstarker Mittelmotor.
Für lange, schlechte Waldwege verbessert eine Vollfederung den Komfort deutlich.
Und wenn regelmäßig viel Ausrüstung transportiert wird, sollte man besonders auf zulässiges Gesamtgewicht, Gepäckträgerbelastung und Anhänger-Kompatibilität achten.
Der wichtigste Punkt für deutsche Käufer bleibt jedoch:
Prüfe vor dem Kauf nicht nur die technischen Daten, sondern auch die Zulassung und die Regeln für die Wege in deinem konkreten Jagdrevier.
Denn ein extrem leistungsstarkes Hunting-E-Bike bringt wenig, wenn es auf den Wegen, die du tatsächlich nutzen möchtest, rechtlich nicht gefahren werden darf.