Auf dieser Seite
- Volkswagen Smart eBike vs. E-Bike ohne Smart-Technologie
- 1. Smart View: Radaraktivierte Rückfahrkamera
- 2. Radarbasierte Toter-Winkel-Überwachung
- 3. Volkswagen Smart Glasses: Head-up-Display fürs Fahrrad
- 4. Smart Helmet: Bessere Sichtbarkeit für den Fahrer
- 5. Yamaha Automatic Mode: Intelligente Leistung statt einfach mehr Leistung
- 6. Digitales Volkswagen-Cockpit mit sechs Fahrmodi
- 7. Integrierte Brems- und Blinkerfunktion
- 8. Smart Security: Alarm + Apple Find My
- 9. Smart-Technologie bedeutet vor allem Integration
- Volkswagen Sport vs. Crossover Smart eBike
- Welche Technik steckt unter den Smart-Funktionen?
- Wo bringt die Volkswagen Smart-Technologie tatsächlich Vorteile?
- Ist die Volkswagen Smart eBike Technologie sicherer?
- Lohnt sich ein Smart eBike?
- Was „Smart“ beim Volkswagen eBike wirklich bedeutet
Der Begriff „Smart eBike“ wird in der E-Bike-Branche häufig sehr großzügig verwendet. Bei vielen Elektrofahrrädern bedeutet „smart“ lediglich Bluetooth-Konnektivität, eine Smartphone-App, GPS-Tracking oder ein Farbdisplay.
Beim Volkswagen Smart eBike geht das Konzept deutlich weiter. Die Smart-Technologie basiert auf einem vom Automobil inspirierten Ökosystem, das Fahrrad, Fahrer, Sensoren, Display, Motor, Sicherheitssystem, Helm und sogar eine Smart Glasses miteinander verbindet.
Zu den wichtigsten Technologien gehören:
- Radarbasierte Erkennung von Fahrzeugen, die sich von hinten nähern
- Automatisch aktivierte digitale Rückfahrkamera
- Toter-Winkel-Warnungen
- Smart Glasses mit Head-up-Display (HUD)
- Vernetzter Helm mit Brems- und Blinksignalen
- Automatische Yamaha-Motorunterstützung
- Digitales Cockpit im Volkswagen-Stil
- Integrierte Brems- und Blinkerbeleuchtung
- 85-dB-Diebstahlalarm
- Apple Find My Integration
- Bluetooth-basierte Navigation
Doch was bringen diese Funktionen dem Fahrer tatsächlich? Und worin unterscheidet sich die Technologie von einem herkömmlichen E-Bike?
Volkswagen Smart eBike vs. E-Bike ohne Smart-Technologie
Am einfachsten lässt sich die Volkswagen-Technologie anhand typischer Fahrsituationen erklären.
| Fahrsituation | Herkömmliches E-Bike ohne Smart-Technologie | Volkswagen Smart eBike | Technologie dahinter |
|---|---|---|---|
| Fahrzeug nähert sich von hinten | Fahrer schaut über die Schulter oder nutzt einen Spiegel | E-Bike erkennt den Verkehr und warnt den Fahrer | Nach hinten gerichtetes Radar |
| Blick nach hinten | Spiegel oder Schulterblick | Rückfahrkamera kann automatisch aktiviert werden | Radar + integrierte Kamera |
| Fahrzeug befindet sich im toten Winkel | Fahrer muss es selbst erkennen | Warnung kann dem Fahrer angezeigt werden | Radar + Smart Glasses HUD |
| Navigation | Smartphone am Lenker oder separates GPS | Navigationshinweise können in den Smart Glasses erscheinen | Smartphone + Bluetooth + HUD |
| Bergauffahrt | Unterstützungsstufe wird manuell geändert | Motor erhöht die Unterstützung automatisch | Yamaha Automatic Mode |
| Normales Fahren | Fahrer wählt die Unterstützungsstufe selbst | System kann unnötige Motorunterstützung automatisch reduzieren | Automatische Yamaha-Leistungssteuerung |
| Bremsen | Normales Rücklicht, sofern vorhanden | Vernetzte Beleuchtung signalisiert den Bremsvorgang | E-Bike-Steuerung + integrierte Beleuchtung |
| Abbiegen | Handzeichen oder separate Blinker | Blinker können mit Fahrrad und Helm synchronisiert werden | Vernetzte Steuerung + Smart Helmet |
| Fahrinformationen | Einfaches LCD-Display | Integriertes 3,5-Zoll-Digitalcockpit im Volkswagen-Stil | Vollfarbiges digitales Dashboard |
| Diebstahlschutz | Mechanisches Schloss | 85-dB-Alarm plus Ortungsfunktion | Elektronischer Alarm + Apple Find My |
| Batteriemanagement | Meist 3–5 Unterstützungsstufen | Sechs Fahrmodi zur Steuerung von Leistung und Reichweite | Digitales Motorsteuerungssystem |
| Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrrad | Meist auf Display/App beschränkt | Fahrrad, Helm, Brille, Radar und Smartphone können zusammenarbeiten | Bluetooth + Sensoren + integrierte Elektronik |
Der entscheidende Unterschied besteht also nicht einfach darin, dass das Volkswagen E-Bike mehr Elektronik besitzt.
Die Smart-Funktionen sind darauf ausgelegt, miteinander zu kommunizieren.
Damit nähert sich das Konzept deutlich stärker der Funktionsweise moderner vernetzter Autos an.
1. Smart View: Radaraktivierte Rückfahrkamera
Eine der auffälligsten Technologien des Volkswagen Smart eBike ist Smart View.
Bei einem herkömmlichen E-Bike liegt die Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs fast vollständig beim Fahrer. Man dreht den Kopf, montiert einen Spiegel oder kontrolliert regelmäßig den Verkehr hinter sich.
Volkswagen kombiniert dagegen zwei Technologien:
nach hinten gerichtetes Radar + Rückfahrkamera.
Das Radar überwacht Fahrzeuge, die sich von hinten nähern. Erkennt das System entsprechenden Verkehr, kann es den Fahrer warnen und automatisch die Rückfahrkamera aktivieren.
Genau diese Kombination ist wichtig.
Eine normale Kamera liefert lediglich ein Bild. Ein intelligentes System kann mithilfe eines Sensors erkennen, wann dieses Bild für den Fahrer besonders relevant wird.
Wie funktioniert die Technologie?
Der grundlegende Ablauf sieht folgendermaßen aus:
Fahrzeug nähert sich → Radar erkennt Verkehr → Fahrer erhält Warnung → Rückfahrkamera wird aktiviert → Fahrer sieht den Verkehr hinter sich
Radar und Kamera sind in den Bereich des hinteren Schutzblechs integriert und nicht lediglich als separate Zubehörteile montiert.
Für Pendler, die regelmäßig neben Autos fahren, kann dies die Zahl der notwendigen Schulterblicke reduzieren und gleichzeitig zusätzliche Informationen über den rückwärtigen Verkehr liefern.
Der Schulterblick vor einem Spurwechsel oder Abbiegen bleibt dennoch notwendig. Die Technologie bietet vielmehr eine zusätzliche Ebene der Verkehrswahrnehmung.
2. Radarbasierte Toter-Winkel-Überwachung
Das Radar dient nicht nur zur Aktivierung der Kamera.
Volkswagen nutzt es außerdem für eine Toter-Winkel-Überwachung und überträgt damit eine aus modernen Autos bekannte Sicherheitstechnologie auf das E-Bike.
Bei einem herkömmlichen Fahrrad muss der Fahrer selbst einschätzen, ob sich ein Fahrzeug von hinten nähert oder sich in einem schwer einsehbaren Bereich befindet.
Das Volkswagen-System kann rückwärtigen Verkehr elektronisch erkennen und eine Warnung ausgeben.
In Kombination mit den Volkswagen Smart Glasses können diese Warnungen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert werden.
Dadurch entsteht ein völlig anderer Informationsfluss:
Radar → E-Bike-Elektronik → Smart Glasses → Fahrer
Der Fahrer muss also nicht zwingend nach unten auf das Lenkerdisplay schauen, um wichtige Informationen zu erhalten.
3. Volkswagen Smart Glasses: Head-up-Display fürs Fahrrad
Die Smart Glasses sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des vernetzten Volkswagen-Konzepts.
Sie werden über Bluetooth verbunden und können Informationen über ein Head-up-Display (HUD) anzeigen.
Besonders relevant sind zwei Funktionen.
Toter-Winkel-Warnungen
Informationen des Radarsystems können in die Brille übertragen werden und den Fahrer vor Fahrzeugen warnen, die sich von hinten nähern.
Navigation
Auch Navigationshinweise eines verbundenen Smartphones können über die Smart Glasses dargestellt werden.
Bei einer normalen E-Bike-Navigation sieht der Ablauf meist so aus:
Smartphone → Smartphone-Display → Fahrer schaut nach unten
Volkswagen verfolgt dagegen diesen Ansatz:
Smartphone → Bluetooth → Smart Glasses HUD → Fahrer
Der praktische Vorteil besteht darin, dass der Fahrer weniger häufig auf ein Smartphone oder Navigationsdisplay am Lenker schauen muss.
Hier zeigt sich sehr deutlich, was „smart“ im Volkswagen-System bedeutet: Informationen, die von einem Gerät erfasst werden, können über ein anderes Gerät in einer für den Fahrer geeigneteren Form ausgegeben werden.
4. Smart Helmet: Bessere Sichtbarkeit für den Fahrer
Der Volkswagen Smart Helmet erweitert das System um eine weitere vernetzte Komponente.
Der Helm synchronisiert sich mit der Steuerung des E-Bikes, sodass Brems- und Abbiegesignale gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern kommuniziert werden können.
Damit unterscheidet er sich grundlegend von einem herkömmlichen Fahrradhelm.
Ein klassischer Helm ist ein passives Sicherheitselement. Seine Hauptaufgabe besteht darin, den Kopf bei einem Unfall zu schützen.
Der Smart Helmet ergänzt eine aktive Kommunikationsebene.
Zum Beispiel:
Fahrer aktiviert den Blinker → E-Bike erkennt den Befehl → vernetzter Helm zeigt das Abbiegesignal
Dadurch können die Absichten des Fahrers an einer höheren und möglicherweise besser sichtbaren Position angezeigt werden als ausschließlich über Leuchten am Fahrrad.
Auch das E-Bike selbst besitzt eine Lichtleiste mit Brems- und Blinkfunktion. Die Sichtbarkeit ist somit nicht auf einen einzigen Lichtpunkt beschränkt.
5. Yamaha Automatic Mode: Intelligente Leistung statt einfach mehr Leistung
Smart-eBike-Technologie besteht nicht nur aus Radar, Kameras und Displays.
Sie kann auch beeinflussen, wie der Motor seine Leistung bereitstellt.
Beide Volkswagen Modelle verwenden einen:
250-W-Yamaha-PW-X3-Mittelmotor mit 85 Nm Drehmoment.
Anstatt dem Fahrer ausschließlich feste Unterstützungsstufen anzubieten, kann der Yamaha Automatic Mode die Motorunterstützung abhängig von der Fahrsituation automatisch anpassen.
Wird weniger Unterstützung benötigt, kann das System die Motorleistung reduzieren. Beim Beschleunigen oder an Steigungen kann automatisch mehr Unterstützung bereitgestellt werden.
Das Prinzip erinnert an ein Automatikgetriebe im Auto:
Fahrsituation → System ermittelt den Unterstützungsbedarf → Motorleistung wird angepasst
Der Fahrer muss dadurch bei wechselndem Gelände weniger häufig zwischen verschiedenen Unterstützungsstufen wechseln.
Stellen Sie sich beispielsweise einen Arbeitsweg mit flachen Straßen, Ampeln und einer steilen Steigung vor.
Bei einem herkömmlichen E-Bike müsste der Fahrer möglicherweise immer wieder zwischen Eco, Normal und hoher Unterstützung wechseln.
Bei einer automatischen Unterstützung übernimmt das Motorsystem einen Teil dieser Entscheidungen.
Hier zeigt sich ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen einem lediglich vernetzten und einem tatsächlich smarten E-Bike: Das Fahrrad zeigt nicht nur Informationen an, sondern kann auf veränderte Fahrbedingungen reagieren.
6. Digitales Volkswagen-Cockpit mit sechs Fahrmodi
Volkswagen überträgt außerdem Designelemente aus dem Automobilbereich auf den Lenker.
Die Fahrräder verfügen über einen integrierten Aluminiumlenker mit Vorbau und einem 3,5 Zoll großen Volkswagen Vollfarbdisplay.
Das digitale Dashboard bietet sechs Leistungsmodi:
| Modus | Allgemeiner Einsatzzweck |
| Automatic Support | Passt die Unterstützung automatisch an |
| Extra Power | Erhöhte Motorunterstützung |
| High-Performance | Leistungsorientierte Unterstützung |
| Standard | Normales Alltagsfahren |
| ECO | Reduzierter Energieverbrauch |
| +Eco | Maximale Ausrichtung auf Effizienz |
Dadurch erhält der Fahrer mehr Kontrolle über das Verhältnis zwischen Motorunterstützung und Batterieverbrauch.
Noch wichtiger ist jedoch die Integration: Das Cockpit wird zur zentralen Benutzeroberfläche des Fahrrads und wirkt nicht wie ein nachträglich am Lenker montiertes Display.
7. Integrierte Brems- und Blinkerfunktion
Viele herkömmliche E-Bikes besitzen bereits Front- und Rücklicht. Volkswagen erweitert die Beleuchtung jedoch zu einem Kommunikationssystem.
Das Smart eBike verfügt über:
- 100-Lux-Scheinwerfer
- 4-cd-Rücklicht
- Beleuchtete Volkswagen-Embleme vorne und hinten
- Integrierte Smart-LED-Lichtleisten im Oberrohr
- Bremsanzeige
- Blinkerfunktion
Der Unterschied zwischen normaler und smarter Beleuchtung liegt vor allem im Kontext.
Ein gewöhnliches Rücklicht leuchtet oder blinkt.
Ein vernetztes Beleuchtungssystem kann dagegen auf die Aktionen des Fahrers und des Fahrrads reagieren.
Beim Bremsen oder Abbiegen kommuniziert das Beleuchtungssystem diese Aktion gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
Auch hier zeigt sich ein aus dem Automobilbereich bekanntes Prinzip: Beleuchtung dient nicht nur dazu, die Straße sichtbar zu machen, sondern auch zur Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern.
8. Smart Security: Alarm + Apple Find My
Diebstahl gehört zu den größten Sorgen vieler E-Bike-Besitzer – insbesondere bei hochwertigen Modellen.
Volkswagen integriert deshalb zwei elektronische Sicherheitsfunktionen:
85-dB-Alarm + Apple Find My.
Ein herkömmliches E-Bike ist häufig fast vollständig auf ein Bügel- oder Kettenschloss angewiesen. Einige moderne Modelle bieten zusätzlich GPS- oder App-basiertes Tracking.
Volkswagen integriert elektronische Diebstahlabschreckung und Ortungsfunktionen direkt in sein Smart-eBike-Konzept.
Der Alarm soll Aufmerksamkeit erzeugen, wenn das Fahrrad unbefugt bewegt wird. Apple Find My bietet zusätzlich eine Möglichkeit, das Fahrrad wiederzufinden.
Ein hochwertiges mechanisches Schloss bleibt trotzdem notwendig. Smart Security sollte als zusätzliche Schutzebene und nicht als Ersatz für einen physischen Diebstahlschutz betrachtet werden.
9. Smart-Technologie bedeutet vor allem Integration
Viele dieser Technologien sind einzeln betrachtet nicht völlig neu.
Es gibt bereits Fahrradradar, Rückfahrkameras, Smart-Helme, GPS-Tracker, Head-up-Displays und automatische Motorunterstützung.
Das Besondere am Volkswagen-Konzept ist die Integration dieser Technologien.
So können Informationen beispielsweise durch das System fließen:
Verkehr von hinten → Radar → E-Bike → Kamera / Dashboard / Smart Glasses → Fahrer
oder:
Fahrer bremst → E-Bike-Steuerung → Fahrradbeleuchtung / Smart Helmet → Verkehr hinter dem Fahrrad
oder:
Smartphone-Navigation → Bluetooth → Smart Glasses → Fahrer
oder:
Gelände verändert sich → Yamaha-Motorsteuerung → automatische Anpassung der Unterstützung → Fahrer
Diese vernetzte Architektur bildet die eigentliche Grundlage des Smart-eBike-Konzepts.
Volkswagen Sport vs. Crossover Smart eBike
Volkswagen bietet zwei Varianten an, die weitgehend auf derselben Smart-Technologieplattform basieren.
| Merkmal | Volkswagen Sport eBike | Volkswagen Crossover eBike |
| Schwerpunkt | Agiles Handling | Komfort und Reichweite |
| Motor | Yamaha PW-X3 Mittelmotor | Yamaha PW-X3 Mittelmotor |
| Nennleistung | 250 W | 250 W |
| Drehmoment | 85 Nm | 85 Nm |
| Standardakku | 490 Wh, herausnehmbar | 490 Wh, herausnehmbar |
| Angegebene Reichweite mit Standardakku | Bis zu 162 km | Bis zu 162 km |
| Optionaler Gepäckträgerakku | 814 Wh | 814 Wh |
| Smart View Radar/Kamera | Ja | Ja |
| Toter-Winkel-Überwachung | Ja | Ja |
| Smart-Glasses-Unterstützung | Ja | Ja |
| Smart-Helmet-Unterstützung | Ja | Ja |
| Yamaha Automatic Mode | Ja | Ja |
| Apple Find My | Ja | Ja |
| Alarm | 85 dB | 85 dB |
| Display | 3,5" Vollfarbe | 3,5" Vollfarbe |
| Laufräder | 27,5" | 27,5" |
| Reifen | 27,5 × 2,2" Urban | 27,5 × 2,4" Urban |
| Federgabel | Starre Aluminiumgabel | 100-mm-Federgabel mit Lockout |
| Gewicht, Größe M | 27,5 kg | 28 kg |
Die Smart-Technologie ist somit nicht der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Modellen – beide nutzen dasselbe grundlegende System.
Das Sport eBike ist stärker auf agiles Fahren in der Stadt ausgelegt, während das Crossover eBike mit breiteren Reifen und einer 100-mm-Federgabel mehr Komfort und Vielseitigkeit bietet.
Welche Technik steckt unter den Smart-Funktionen?
Entfernt man gedanklich Radar, Kamera, Smart Glasses und vernetztes Zubehör, bleibt immer noch ein klassisches E-Bike, das eine solide technische Basis benötigt.
Die wichtigsten Komponenten sind:
| Komponente | Spezifikation |
| Motor | Yamaha PW-X3 Mittelmotor |
| Motorleistung | 250 W |
| Drehmoment | 85 Nm |
| Elektrisches System | 36 V |
| Hauptakku | Herausnehmbarer 490-Wh-Akku |
| Optionaler Akku | 814-Wh-Gepäckträgerakku |
| Schaltung | Shimano U4000 CUES, 9-Gang |
| Kettenblatt | 42T |
| Kassette | 11–36T |
| Bremsen | Tektro hydraulische Zweikolbenbremsen |
| Bremsscheiben | 180 mm vorne und hinten |
| Rahmen | Aluminiumlegierung 6061 |
| Laufradgröße | 27,5" |
| Display | Integriertes 3,5" Vollfarbdisplay |
| Rahmengrößen | S, M, L |
Das ist wichtig, denn Smart-Technologie kann grundlegende Schwächen eines Fahrrads nicht ausgleichen. Motorleistung, Bremsen, Schaltung, Passform, Akkukapazität und Fahrverhalten bleiben entscheidende Faktoren.
Wo bringt die Volkswagen Smart-Technologie tatsächlich Vorteile?
Für viele Käufer ist diese Frage wichtiger als die Anzahl der verbauten Sensoren.
Die größten Vorteile dürften sich beim Pendeln in der Stadt und beim Fahren im gemischten Straßenverkehr zeigen.
Wer hauptsächlich auf einem ruhigen Radweg unterwegs ist, wird eine radarbasierte Überwachung des rückwärtigen Verkehrs möglicherweise nur selten benötigen.
Für Pendler, die jeden Morgen gemeinsam mit Autos auf der Straße unterwegs sind, kann diese Funktion dagegen regelmäßig relevant sein.
Ähnliches gilt für die HUD-Navigation. Auf einer bekannten fünfminütigen Strecke bietet sie nur einen begrenzten Mehrwert. Auf komplizierten innerstädtischen Routen kann es dagegen hilfreich sein, Navigationshinweise zu erhalten, ohne ständig auf das Smartphone schauen zu müssen.
Die automatische Motorunterstützung ist insbesondere auf Strecken interessant, die häufig zwischen Steigungen, flachen Abschnitten, Stopps und erneuter Beschleunigung wechseln.
Die Smart-Funktionen konzentrieren sich damit auf vier zentrale Probleme:
Verkehrswahrnehmung, Sichtbarkeit, Ablenkung und Bedienkomfort.
Ist die Volkswagen Smart eBike Technologie sicherer?
Präziser wäre es zu sagen, dass die Technologie zusätzliche Sicherheitsinformationen und eine bessere Sichtbarkeit bieten kann. Sie kann Unfälle jedoch nicht verhindern oder ausschließen.
Radar kann vor einem herannahenden Fahrzeug warnen, garantiert aber nicht, dass ein Spurwechsel sicher ist.
Eine Rückfahrkamera kann die Wahrnehmung verbessern, ersetzt jedoch nicht den notwendigen Schulterblick.
Smart Glasses können dafür sorgen, dass der Fahrer weniger häufig auf sein Smartphone schaut. Die Aufmerksamkeit muss trotzdem jederzeit auf der Straße bleiben.
Blinker können die Sichtbarkeit verbessern, doch Fahrer sollten niemals davon ausgehen, dass andere Verkehrsteilnehmer das Signal tatsächlich gesehen haben.
Die Technologie funktioniert daher am besten als zusätzliche Sicherheitsebene – nicht als Ersatz für aufmerksames und vorausschauendes Fahren.
Lohnt sich ein Smart eBike?
Das hängt stark davon ab, wie und wo das Fahrrad genutzt wird.
Ein herkömmliches E-Bike bietet bereits die wichtigsten Funktionen für die alltägliche Mobilität: elektrische Unterstützung, Reichweite, Bremsen, Schaltung und Beleuchtung.
Das Volkswagen Smart eBike ergänzt jedoch etwas anderes: automobilähnliche Assistenzfunktionen rund um das eigentliche Fahrerlebnis.
Besonders interessant ist das Smart-System für Fahrer, die:
- regelmäßig gemeinsam mit Autos im Straßenverkehr unterwegs sind,
- sich mehr Informationen über Fahrzeuge wünschen, die sich von hinten nähern,
- häufig in Städten pendeln,
- navigieren möchten, ohne ständig auf das Smartphone zu schauen,
- automatische Motorunterstützung bevorzugen,
- eine bessere optische Signalisierung wünschen,
- integrierte elektronische Diebstahlsicherung und Ortung nutzen möchten,
- ein aufgeräumtes, integriertes digitales Cockpit bevorzugen.
Wer dagegen überwiegend auf ruhigen Radwegen fährt und seine täglichen Strecken bereits kennt, wird möglicherweise weniger Nutzen aus einigen dieser Technologien ziehen.
Was „Smart“ beim Volkswagen eBike wirklich bedeutet
Der interessanteste Aspekt des Volkswagen Smart eBike ist nicht der 250-W-Motor, das Drehmoment von 85 Nm oder selbst der große optionale Akku.
Entscheidend ist vielmehr die Art und Weise, wie Sensoren, Software, Displays, Konnektivität und mechanische Fahrradkomponenten miteinander interagieren.
Ein normales E-Bike folgt im Wesentlichen einem einfachen Prinzip:
Fahrer gibt Input → Motor liefert Unterstützung.
Volkswagen versucht, daraus ein komplexeres System zu machen:
Fahrer + Fahrrad + Verkehr + Sensoren + vernetzte Geräte → intelligente Unterstützung und Informationen.
Das Radar überwacht den Verkehr hinter dem Fahrer. Die Kamera liefert einen zusätzlichen Blick nach hinten. Die Smart Glasses bringen Warnungen und Navigation direkt in das Sichtfeld. Der Smart Helmet kommuniziert Brems- und Abbiegevorgänge. Der Yamaha Automatic Mode passt die Motorunterstützung an wechselnde Fahrsituationen an. Das digitale Cockpit verwaltet die Fahrmodi, während Alarm und Apple Find My das vernetzte System um Diebstahlschutz und Ortung ergänzen.
Genau hier unterscheidet sich Volkswagens Definition von Smart eBike Technologie am deutlichsten von einem herkömmlichen Elektrofahrrad.
Es geht weniger darum, den Motor immer leistungsstärker zu machen, sondern darum, das gesamte E-Bike aufmerksamer, vernetzter und reaktionsfähiger gegenüber dem Fahrer und seiner Umgebung zu machen.