Auf dieser Seite
- Welchen Helm sollte ich auf einem E-Bike tragen?
- Muss man auf einem E-Bike einen Helm tragen?
- E-Bike-Helm-Zertifizierungen
- Brauche ich für ein E-Bike gesetzlich einen anderen Helm?
- Was ist die NTA-8776-Zertifizierung und warum ist sie wichtig?
- Kann ich auf einem schnellen E-Bike einen normalen Fahrradhelm tragen?
- Wie viel mehr Schutz bieten E-Bike-Helme im Vergleich zu normalen Fahrradhelmen?
- Besteht auf einem E-Bike Helmpflicht?
- Muss man in Deutschland auf einem E-Bike einen Helm tragen?
- Welchen Helm sollte ich auf einem E-Bike tragen?
- Wie oft sollte ich einen E-Bike-Helm ersetzen, wenn ich keinen Unfall hatte?
Welchen Helm sollte ich auf einem E-Bike tragen?
Der richtige Helm für ein E-Bike hängt vor allem von der maximalen unterstützten Geschwindigkeit, dem Einsatzbereich und den geltenden Sicherheitsstandards ab.
Den passenden Helm für Ihr E-Bike wählen
| E-Bike-Typ / Geschwindigkeit | Empfohlener Helmtyp | Wichtige Norm / Zertifizierung |
|---|---|---|
| Pedelec bis 25 km/h | Fahrrad- oder Pendlerhelm mit MIPS bzw. Rotationsschutz; alternativ NTA-8776-Helm | EN 1078 |
| S-Pedelec bis 45 km/h | Spezieller Speed-Pedelec-/E-Bike-Helm mit erweitertem Schutz im Hinterkopf- und Schläfenbereich | NTA 8776 |
| High-Speed / Moped-Style über 45 km/h | Je nach Fahrzeugklasse geeigneter Motorradhelm | ECE 22.06 |
Wichtige Merkmale
- NTA-8776-Zertifizierung: Herkömmliche Fahrradhelme sind für die Anforderungen normaler Fahrräder und Pedelecs ausgelegt. Helme nach dem niederländischen Standard NTA 8776 wurden speziell für schnellere E-Bikes und S-Pedelecs bis 45 km/h entwickelt. Sie sind auf höhere Aufprallenergien ausgelegt und bieten eine größere Schutzfläche, insbesondere am Hinterkopf und an den Schläfen.
- Rotationsschutz: Achten Sie auf Helme mit Technologien wie MIPS, WaveCel oder SPIN. Diese Systeme sollen die bei schrägen Aufprällen auf den Kopf wirkenden Rotationskräfte reduzieren.
- Sichtbarkeit und Ausstattung für Pendler: Da E-Bikes im Straßenverkehr vergleichsweise schnell unterwegs sein können, sind integrierte LED-Rücklichter, reflektierende Elemente und ein optionales Visier gegen Wind, Insekten und Regen besonders praktisch.
Empfehlenswerte Modelle
- Specialized Mode: NTA 8776, MIPS und schlichtes Design für Pendler.
- Giro Camden / Bexley MIPS: NTA 8776, integriertes Rücklicht und Visier.
- ABUS Pedelec 2.0 / PURL-Y: NTA 8776, LED und praktische Ausstattung für den Alltag.
- Lazer Urbanize NTA: NTA 8776 und magnetisches Panorama-Visier.

Muss man auf einem E-Bike einen Helm tragen?
Ob beim Fahren eines E-Bikes eine gesetzliche Helmpflicht besteht, hängt in Deutschland vor allem davon ab, um welche Fahrzeugklasse es sich handelt und wie schnell die Motorunterstützung reicht.
Pedelec – Unterstützung bis 25 km/h
Die meisten in Deutschland verkauften E-Bikes sind rechtlich Pedelecs. Der Motor unterstützt nur beim Treten und schaltet die Unterstützung spätestens bei 25 km/h ab.
- Helmpflicht: Nein.
- Pedelecs werden rechtlich grundsätzlich wie Fahrräder behandelt.
- Ein Fahrradhelm ist dennoch dringend zu empfehlen.
- Empfehlenswert ist ein Helm nach DIN EN 1078, optional mit zusätzlichem Rotationsschutz wie MIPS.
S-Pedelec – Unterstützung bis 45 km/h
S-Pedelecs unterstützen beim Treten bis zu 45 km/h und werden in Deutschland nicht mehr wie Fahrräder behandelt, sondern gehören zur Klasse der Kleinkrafträder.
- Helmpflicht: Ja.
- Beim Fahren eines S-Pedelecs muss ein geeigneter Schutzhelm getragen werden.
- Zusätzlich gelten unter anderem Anforderungen an Fahrerlaubnis, Versicherungskennzeichen und Betriebserlaubnis.
- Normale Radwege dürfen mit einem S-Pedelec grundsätzlich nicht benutzt werden.
Schnelle E-Bikes über 45 km/h
E-Bikes, die motorunterstützt Geschwindigkeiten von mehr als 45 km/h erreichen, können je nach Bauart und Zulassung in eine andere Kraftfahrzeugklasse fallen.
- Ein geeigneter Motorradhelm ist erforderlich.
- Für den Straßenverkehr gelten entsprechende Zulassungs-, Versicherungs- und Führerscheinbestimmungen.
- Ein normaler Fahrradhelm ist für solche Fahrzeuge nicht ausreichend.
Regelungen in anderen Ländern
- Großbritannien: Bei regulären EAPCs bis 25 km/h (15,5 mph) besteht grundsätzlich keine gesetzliche Helmpflicht, ein Helm wird jedoch empfohlen.
- Andere EU-Länder: Bei normalen Pedelecs bis 25 km/h unterscheiden sich die Helmregeln teilweise von Land zu Land.
- S-Pedelecs bis 45 km/h: Die konkreten Helm- und Zulassungsvorschriften können innerhalb Europas unterschiedlich geregelt sein.
- Australien: Fahrradhelme sind grundsätzlich für Radfahrer und E-Bike-Fahrer vorgeschrieben.
Sicherheitsstandards für E-Bike-Helme
Für normale Pedelecs bis 25 km/h ist in Deutschland ein Fahrradhelm nach DIN EN 1078 eine geeignete Wahl.
Für schnellere S-Pedelecs sollten Helme verwendet werden, die für höhere Geschwindigkeiten und Aufprallenergien ausgelegt sind. Besonders relevant ist NTA 8776, ein speziell für Speed-Pedelecs entwickelter Standard.
Solche Helme bieten unter anderem:
- Schutz bei höheren Aufprallenergien.
- Eine größere Schutzfläche am Hinterkopf und an den Schläfen.
E-Bike-Helm-Zertifizierungen
Herkömmliche Fahrradhelm-Normen wurden für die Anforderungen des normalen Radverkehrs entwickelt. Da insbesondere S-Pedelecs Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erreichen, gibt es spezielle Sicherheitsstandards für höhere Aufprallenergien.
Wichtige Helm-Zertifizierungen für E-Bikes
| Norm / Zertifizierung | Region | Fahrzeugtyp / Einsatzbereich | Wichtige Merkmale |
|---|---|---|---|
| NTA 8776 | Niederlande / international verbreitet | S-Pedelecs bis 45 km/h | Speziell für schnelle E-Bikes und S-Pedelecs entwickelt; höhere Anforderungen an die Stoßdämpfung und größere Schutzfläche an Schläfen und Hinterkopf. |
| DIN EN 1078 | Deutschland / EU | Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h | Zentrale europäische Norm für Fahrradhelme; die übliche Wahl für normale Pedelecs in Deutschland. |
| CPSC 16 CFR Part 1203 | USA | Fahrräder und langsamere E-Bikes | Gesetzlicher Sicherheitsstandard für Fahrradhelme, die in den USA verkauft werden. |
| ASTM F1952 / F2032 | USA / international | Downhill-Mountainbike / BMX | Standards für anspruchsvollere MTB- und BMX-Einsätze; Full-Face-Modelle können zusätzlichen Kinn- und Gesichtsschutz bieten. |
| ECE 22.06 | Europa | Motorräder und entsprechend eingestufte schnelle Kraftfahrzeuge | Motorradhelmstandard mit deutlich umfangreicheren Prüfanforderungen als bei normalen Fahrradhelmen. |
Warum NTA 8776 für E-Bikes wichtig ist
- Höhere Aufprallenergie: NTA 8776 stellt höhere Anforderungen an die Energieaufnahme als herkömmliche Fahrradhelmstandards wie EN 1078.
- Größere Schutzfläche: Der Helm schützt insbesondere den Bereich um die Schläfen und den Hinterkopf umfassender.
- Komfort für Radfahrer: Im Vergleich zu schweren Motorradhelmen bleiben NTA-8776-Helme relativ leicht und bieten eine für das aktive Treten geeignete Belüftung.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Eindeutige NTA-8776-Kennzeichnung: Prüfen Sie, ob NTA 8776 ausdrücklich am Helm, auf der Verpackung oder in den Herstellerangaben genannt wird. Allgemeine Begriffe wie „E-Bike Ready“ ersetzen keine nachgewiesene Zertifizierung.
- Rotationsschutz: Systeme wie Mips, WaveCel oder SPIN können die bei schrägen Aufprällen entstehenden Rotationskräfte reduzieren.
- Unabhängige Sicherheitstests: Zusätzliche Bewertungen unabhängiger Prüfinstitute können beim Vergleich verschiedener Helme hilfreich sein.
- Ausstattung für Pendler: Integrierte LED-Leuchten, reflektierende Elemente sowie Visiere gegen Wind, Regen und Schmutz können besonders bei höheren Geschwindigkeiten sinnvoll sein.
Brauche ich für ein E-Bike gesetzlich einen anderen Helm?
In Deutschland benötigen Sie für ein normales Pedelec bis 25 km/h gesetzlich keinen speziellen E-Bike-Helm. Es besteht grundsätzlich keine Helmpflicht. Aus Sicherheitsgründen ist ein gut sitzender Fahrradhelm nach DIN EN 1078 jedoch dringend zu empfehlen.
Bei schnelleren Fahrzeugen wie S-Pedelecs bis 45 km/h gelten dagegen andere Vorschriften.
1. Gesetzliche Anforderungen nach E-Bike-Typ
| E-Bike-Kategorie | Geschwindigkeit / Motorunterstützung | Helmanforderungen |
|---|---|---|
| Pedelec | Unterstützung bis 25 km/h, max. 250 W Nenndauerleistung | Keine gesetzliche Helmpflicht; Fahrradhelm nach DIN EN 1078 empfohlen. |
| S-Pedelec | Unterstützung bis 45 km/h | Schutzhelm gesetzlich vorgeschrieben. Ein für höhere Geschwindigkeiten geeigneter Helm ist erforderlich. |
| Schnelle E-Bikes / Kleinkrafträder | Je nach Bauart und Zulassung | Werden als Kraftfahrzeuge eingestuft; entsprechende Helm- und Zulassungsvorschriften gelten. |
| E-Bikes über 45 km/h | Abhängig von Fahrzeugklasse und Zulassung | In der Regel ist ein geeigneter Motorradhelm, beispielsweise nach ECE 22.06, erforderlich. |
2. Gesetzliche Mindestanforderung vs. Sicherheitsstandard
Für ein normales Pedelec bis 25 km/h besteht in Deutschland zwar keine gesetzliche Helmpflicht, ein Fahrradhelm nach DIN EN 1078 bietet jedoch einen wichtigen Basisschutz.
Für höhere Geschwindigkeiten gibt es speziell entwickelte Helmstandards:
- NTA 8776: Dieser Sicherheitsstandard wurde speziell für S-Pedelecs und schnelle E-Bikes entwickelt. NTA-8776-Helme sind auf höhere Aufprallenergien ausgelegt und bieten eine größere Schutzfläche im Bereich der Schläfen und des Hinterkopfs.
- Rotationsschutz (MIPS / WaveCel): Solche Systeme können die bei schrägen Stürzen auftretenden Rotationskräfte reduzieren und sind daher auch für E-Bikes eine sinnvolle Ergänzung.
Welchen Helm sollten Sie wählen?
Wenn Sie ein normales Pedelec bis 25 km/h fahren, ist ein hochwertiger und gut sitzender Fahrradhelm nach DIN EN 1078 eine praktische Wahl.
Wenn Sie ein S-Pedelec bis 45 km/h fahren oder regelmäßig mit höheren Geschwindigkeiten im Straßenverkehr unterwegs sind, sollten Sie einen entsprechend zugelassenen Schutzhelm wählen. Ein Helm nach NTA 8776 bietet dabei einen speziell auf schnelle Pedelecs ausgelegten Schutz.
Was ist die NTA-8776-Zertifizierung und warum ist sie wichtig?
NTA 8776 ist ein Sicherheitsstandard, der speziell für Helme entwickelt wurde, die auf S-Pedelecs und schnellen E-Bikes mit Motorunterstützung bis 45 km/h getragen werden.
Der Standard wurde vom niederländischen Normungsinstitut NEN entwickelt und 2016 veröffentlicht. Er schließt die Lücke zwischen leichten Fahrradhelmen nach Standards wie EN 1078 und deutlich schwereren Motorradhelmen nach ECE 22.06.
Warum ist NTA 8776 wichtig?
Herkömmliche Fahrradhelmstandards wie EN 1078 wurden für die Anforderungen des normalen Fahrrad- und Pedelec-Verkehrs entwickelt. Bei S-Pedelecs mit Geschwindigkeiten bis 45 km/h können bei einem Unfall deutlich höhere Aufprallenergien auftreten.
NTA 8776 bietet daher mehrere wichtige Vorteile:
- Höhere Energieaufnahme: NTA-8776-Helme müssen höhere Aufprallenergien bewältigen als herkömmliche Fahrradhelme. Dafür kommen häufig dickere oder dichtere EPS-Schaumstrukturen zum Einsatz.
- Erweiterter Kopfschutz: Der Standard berücksichtigt eine größere Schutzfläche, insbesondere im Bereich des Hinterkopfs und der Schläfen.
- Prüfung auf unterschiedliche Aufprallsituationen: Die Helme werden mit verschiedenen Prüfverfahren getestet, um typische Unfallsituationen bei höheren Geschwindigkeiten besser abzudecken.
- Umweltprüfungen: Die Schutzwirkung muss auch nach Einwirkung unterschiedlicher Temperaturen und Feuchtigkeit erhalten bleiben.
- Für Radfahrer geeigneter Komfort: Im Gegensatz zu einem Motorradhelm bleiben NTA-8776-Helme vergleichsweise leicht und gut belüftet. Gleichzeitig bleiben peripheres Sehen und Wahrnehmung des Straßenverkehrs weitgehend uneingeschränkt.
Vergleich der Helmstandards
| Merkmal | Fahrradhelm (EN 1078) | NTA 8776 (E-Bike / S-Pedelec) | Motorradhelm (ECE 22.06) |
|---|---|---|---|
| Typischer Einsatzbereich | Fahrrad / Pedelec bis 25 km/h | S-Pedelec bis 45 km/h | Motorrad und entsprechende Kraftfahrzeuge |
| Hinterkopf-/Seitenschutz | Standardmäßige Kopfabdeckung | Erweiterter Schutz an Hinterkopf und Schläfen | Umfassender Kopfschutz |
| Aufprallanforderungen | Für normale Fahrradnutzung | Für höhere Aufprallenergien ausgelegt | Umfangreiche Motorradhelm-Prüfungen |
| Gewicht & Belüftung | Sehr leicht, starke Belüftung | Moderates Gewicht, gute Belüftung | Höheres Gewicht, meist geringere Belüftung |
| Typisches Fahrzeug | Fahrrad, Pedelec | S-Pedelec | Kleinkraftrad, Motorrad |
Für wen ist NTA 8776 sinnvoll?
- S-Pedelec-Fahrer: Besonders relevant für Fahrzeuge mit Motorunterstützung bis 45 km/h.
- Schnelle Pendler: Empfehlenswert für Personen, die regelmäßig mit höheren Geschwindigkeiten im Stadt- und Straßenverkehr unterwegs sind.
- Vielfahrer und Fahrradkuriere: Der zusätzliche Schutz kann besonders bei häufigen Fahrten im gemischten Straßenverkehr sinnvoll sein.
Kann ich auf einem schnellen E-Bike einen normalen Fahrradhelm tragen?
Bei einem normalen Pedelec bis 25 km/h können Sie in Deutschland einen herkömmlichen Fahrradhelm verwenden. Bei einem S-Pedelec bis 45 km/h gelten jedoch andere gesetzliche Anforderungen, und ein geeigneter Schutzhelm ist vorgeschrieben.
1. Die rechtliche Situation in Deutschland
- Normale Pedelecs mit Motorunterstützung bis 25 km/h gelten rechtlich grundsätzlich als Fahrräder. Eine allgemeine Helmpflicht besteht nicht.
- Ein Fahrradhelm nach DIN EN 1078 ist für diese Pedelecs eine geeignete und empfehlenswerte Wahl.
- S-Pedelecs mit Motorunterstützung bis 45 km/h werden dagegen als Kleinkrafträder eingestuft.
- Für S-Pedelecs besteht in Deutschland Helmpflicht. Ein einfacher Fahrradhelm sollte hier nicht als automatisch ausreichende Lösung betrachtet werden.
2. Der Sicherheitsunterschied
- Höhere Geschwindigkeit: Ein normales Pedelec unterstützt bis 25 km/h, während ein S-Pedelec Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h mit Motorunterstützung erreichen kann.
- Höhere Aufprallenergie: Mit steigender Geschwindigkeit nimmt die kinetische Energie deutlich zu. Dadurch muss ein Helm bei einem Unfall potenziell wesentlich mehr Energie aufnehmen.
- Größere Schutzfläche: Speziell für schnelle E-Bikes entwickelte Helme schützen häufig zusätzlich die Schläfen und den unteren Hinterkopf.
Empfohlener Helmstandard: NTA 8776
Wenn Sie regelmäßig ein S-Pedelec fahren oder mit höheren Geschwindigkeiten im Straßenverkehr unterwegs sind, ist ein Helm nach NTA 8776 eine geeignete Wahl.
| Merkmal | Standard-Fahrradhelm (EN 1078) | E-Bike-/S-Pedelec-Helm (NTA 8776) |
|---|---|---|
| Typischer Einsatzbereich | Fahrrad / Pedelec bis 25 km/h | S-Pedelec bis 45 km/h |
| Aufprallschutz | Standard für Fahrradhelme | Für höhere Aufprallenergien ausgelegt |
| Kopfabdeckung | Standardmäßige Abdeckung | Erweiterter Schutz an Schläfen und Hinterkopf |
| Zusätzliche Ausstattung | Je nach Modell | Häufig LED-Licht, Visier und Rotationsschutz wie Mips |
Für ein normales Pedelec bis 25 km/h ist ein hochwertiger EN-1078-Fahrradhelm eine sinnvolle Wahl. Bei einem S-Pedelec bis 45 km/h sollten Sie dagegen einen für diesen Einsatz geeigneten Schutzhelm wählen, beispielsweise ein Modell nach NTA 8776.
Wie viel mehr Schutz bieten E-Bike-Helme im Vergleich zu normalen Fahrradhelmen?
E-Bike-Helme – insbesondere Modelle nach dem NTA-8776-Standard – sind für höhere Aufprallenergien ausgelegt und bieten eine größere Kopfabdeckung als herkömmliche Fahrradhelme nach EN 1078.
Die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | Standard-Fahrradhelm (EN 1078) | E-Bike-/S-Pedelec-Helm (NTA 8776) | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Einsatzbereich | Fahrrad / Pedelec bis 25 km/h | S-Pedelec bis 45 km/h | Für deutlich höhere Fahrgeschwindigkeiten konzipiert |
| Energieaufnahme | Standardanforderungen für Fahrradhelme | Rund 40% höhere Aufprallenergie | Häufig dickere bzw. dichtere EPS-Strukturen |
| Kopfabdeckung | Oberkopf und Seiten | Erweiterter Schutz an Schläfen und Hinterkopf | Größere Abdeckung besonders gefährdeter Bereiche |
| Rotationsschutz | Je nach Modell optional | Häufig mit Mips, WaveCel oder ähnlichen Systemen kombiniert | Zusätzlicher Schutz bei schrägen Aufprallsituationen |
Wo der zusätzliche Schutz besonders wichtig ist
- Höhere kinetische Energie: Die kinetische Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit:
E_k = 1/2 × m × v²
Bei höheren Geschwindigkeiten steigt die bei einem Unfall auftretende Energie erheblich. Deshalb benötigen schnelle E-Bikes und S-Pedelecs einen Helm, der höhere Aufprallenergien aufnehmen kann.
- Schutz von Hinterkopf und Schläfen: Bei Stürzen können insbesondere der Hinterkopf und die seitlichen Kopfbereiche betroffen sein. NTA-8776-Helme reichen deshalb häufig weiter nach unten als klassische Fahrradhelme.
- Zusätzliche Sicherheitsausstattung: Viele E-Bike-Helme verfügen über integrierte LED-Leuchten, reflektierende Elemente, Visiere gegen Wind und Schmutz sowie robustere Verschluss- und Verstellsysteme.
Empfehlungen nach Einsatzbereich
- Pedelec bis 25 km/h: Ein hochwertiger Fahrradhelm nach DIN EN 1078, idealerweise mit zusätzlichem Rotationsschutz, ist eine geeignete Wahl.
- S-Pedelec bis 45 km/h: Achten Sie auf einen für diesen Einsatz geeigneten Helm, beispielsweise nach NTA 8776.
- Schnelle E-Bikes über 45 km/h: Je nach Fahrzeugklasse und Zulassung sollte ein entsprechend zugelassener Motorradhelm, beispielsweise nach ECE 22.06, verwendet werden.
Besteht auf einem E-Bike Helmpflicht?
Ob Sie beim Fahren eines E-Bikes gesetzlich einen Helm tragen müssen, hängt in Deutschland vor allem von der Fahrzeugart und der Geschwindigkeit der Motorunterstützung ab.
Deutschland: Regeln für Pedelecs
Die meisten in Deutschland verkauften E-Bikes sind rechtlich Pedelecs.
- Motorleistung: Maximal 250 W Nenndauerleistung.
- Motorunterstützung: Bis 25 km/h.
- Helmpflicht: Nein.
- Pedelecs werden rechtlich grundsätzlich wie Fahrräder behandelt.
- Ein Fahrradhelm nach DIN EN 1078 wird aus Sicherheitsgründen dennoch dringend empfohlen.
S-Pedelecs
S-Pedelecs unterscheiden sich rechtlich deutlich von normalen Pedelecs:
- Motorunterstützung: Bis 45 km/h.
- Fahrzeugklasse: Gelten als Kleinkrafträder.
- Helmpflicht: Ja.
- Zusätzlich sind unter anderem Betriebserlaubnis, Versicherungskennzeichen und eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich.
- Fahrradwege dürfen mit S-Pedelecs grundsätzlich nicht benutzt werden.
Für diese höheren Geschwindigkeiten sollte ein entsprechend geeigneter Helm verwendet werden. NTA 8776 wurde speziell für Speed-Pedelecs entwickelt und berücksichtigt höhere Aufprallenergien als ein herkömmlicher Fahrradhelm.
Schnelle E-Bikes über 45 km/h
E-Bikes, deren Motorunterstützung über 45 km/h hinausgeht, können je nach Bauart und Zulassung einer anderen Kraftfahrzeugklasse zugeordnet werden.
In diesem Fall gelten die entsprechenden Vorschriften für das jeweilige Kraftfahrzeug, einschließlich der Helmpflicht. Je nach Fahrzeugklasse ist beispielsweise ein Motorradhelm nach ECE 22.06 erforderlich.
Regelungen in anderen Ländern
- Großbritannien: Für reguläre EAPCs mit maximal 250 W und Motorunterstützung bis 25 km/h (15,5 mph) besteht keine gesetzliche Helmpflicht.
- Andere EU-Länder: Normale Pedelecs bis 25 km/h werden häufig ähnlich wie Fahrräder behandelt. Die konkreten Helmregeln unterscheiden sich jedoch zwischen den Mitgliedstaaten.
- Australien: Für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer besteht grundsätzlich Helmpflicht.
- Kanada: Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Provinz; in einigen Provinzen gilt eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer.
Empfohlene Helmstandards
Auch wenn für normale Pedelecs in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht besteht, ist das Tragen eines geeigneten Helms empfehlenswert.
Für Pedelecs bis 25 km/h bietet sich ein Fahrradhelm nach DIN EN 1078 an. Für S-Pedelecs bis 45 km/h sollte ein für höhere Geschwindigkeiten geeigneter Schutzhelm gewählt werden, beispielsweise nach NTA 8776.
Muss man in Deutschland auf einem E-Bike einen Helm tragen?
Nein, auf einem normalen Pedelec besteht in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht. Aus Sicherheitsgründen wird das Tragen eines Fahrradhelms jedoch dringend empfohlen.
Nach deutschem Recht wird ein Pedelec grundsätzlich wie ein normales Fahrrad behandelt, wenn es die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
- Der Motor hat eine maximale Nenndauerleistung von 250 Watt.
- Die Motorunterstützung endet bei 25 km/h.
- Der Motor unterstützt grundsätzlich nur, solange der Fahrer in die Pedale tritt.
- Eine Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h ist zulässig.
Wann besteht Helmpflicht?
Bei einem S-Pedelec, dessen Motorunterstützung bis 45 km/h reicht, gelten andere Vorschriften. Es wird in Deutschland als Kleinkraftrad und damit als Kraftfahrzeug eingestuft.
Für ein S-Pedelec benötigen Sie unter anderem:
- Einen geeigneten Schutzhelm.
- Eine entsprechende Fahrerlaubnis, mindestens Klasse AM.
- Eine Haftpflichtversicherung und ein Versicherungskennzeichen.
- Eine Betriebserlaubnis für das Fahrzeug.
Ein normaler Fahrradhelm nach DIN EN 1078 ist für ein Pedelec bis 25 km/h eine empfehlenswerte Wahl. Für S-Pedelecs sollte ein für die höheren Geschwindigkeiten geeigneter Helm verwendet werden, beispielsweise nach NTA 8776.
Welchen Helm sollte ich auf einem E-Bike tragen?
Welcher Helm für ein E-Bike am besten geeignet ist, hängt vor allem von der maximalen Geschwindigkeit der Motorunterstützung und davon ab, wo Sie mit Ihrem E-Bike unterwegs sind.
Wichtige Sicherheitsstandards
- DIN EN 1078 (Fahrradhelm): Geeignet für normale Pedelecs mit Motorunterstützung bis 25 km/h. In Deutschland ist dies der wichtigste Standard für klassische Fahrradhelme.
- NTA 8776 (E-Bike-/S-Pedelec-Standard): Speziell für schnelle E-Bikes und S-Pedelecs bis 45 km/h entwickelt. Diese Helme sind für höhere Aufprallenergien ausgelegt und bieten meist eine größere Abdeckung an Hinterkopf und Schläfen.
- Mips oder andere Rotationsschutzsysteme: Können die auf den Kopf übertragenen Rotationskräfte bei schrägen Aufprallsituationen reduzieren.
- ECE 22.06 (Motorradhelm): Relevant für entsprechend eingestufte schnelle E-Bikes, Kleinkrafträder und andere motorisierte Zweiräder, für die ein Motorradhelm erforderlich ist.
Empfehlenswerte E-Bike-Helme
XNITO Logan E-Bike Helmet
NTA-8776-zertifizierter Helm für Geschwindigkeiten bis 45 km/h mit integrierter Front- und Rückbeleuchtung.
ABUS PURL-Y
Für E-Bikes und S-Pedelecs entwickelter Helm mit tief heruntergezogenem Hinterkopfschutz und individuell einstellbarem Verstellsystem.
Lumos Ultra Smart E-Bike Helmet
Kombiniert Schutz für höhere E-Bike-Geschwindigkeiten mit integrierten Blinkern und Visier.
Lumos Ultra MIPS
Verfügt über Mips-Rotationsschutz sowie integrierte Front- und Rückbeleuchtung für bessere Sichtbarkeit beim Pendeln.
LIVALL L23 Cycling Smart Helmet mit Visier
Leichter Urban-Helm mit abnehmbarem Visier und zusätzlichen Smart-Funktionen für den täglichen Stadtverkehr.
Wie oft sollte ich einen E-Bike-Helm ersetzen, wenn ich keinen Unfall hatte?
Ein E-Bike-Helm sollte in der Regel nach etwa 3 bis 5 Jahren ab Kauf- bzw. Herstellungsdatum ersetzt werden, auch wenn Sie damit keinen Unfall hatten.
Wenn Sie täglich pendeln und der Helm regelmäßig direkter Sonneneinstrahlung, Hitze oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, sollten Sie sich eher am 3-Jahres-Zeitraum orientieren. Bei gelegentlicher oder saisonaler Nutzung können 5 Jahre ein sinnvoller Richtwert sein.
Warum Helme auch ohne Unfall altern
- UV-Strahlung und Hitze: Sonnenlicht und die Lagerung an heißen Orten, beispielsweise im Auto oder in einer warmen Garage, können die Außenschale und die Verbindung zum Schaumstoff mit der Zeit beeinträchtigen.
- Schweiß, Hautfette und Chemikalien: Haarpflegeprodukte, Sonnencreme, Insektenspray und Schweiß können langfristig das EPS-Material, die Polster und die Helmgurte beanspruchen.
- Verschleiß des Verstellsystems: Drehrad, Kunststoffhalterungen und Verschlüsse können mit der Zeit verschleißen oder ihre Spannung verlieren, sodass der Helm nicht mehr sicher am Kopf sitzt.
- Kleine Belastungen im Alltag: Wiederholtes Herunterfallen, Stöße beim Transport oder unsachgemäße Lagerung können den EPS-Schaum beschädigen, auch wenn äußerlich keine deutlichen Schäden erkennbar sind.
- Weiterentwicklung der Sicherheitstechnik: Moderne Helme verfügen zunehmend über Rotationsschutzsysteme wie Mips oder WaveCel. Für schnelle E-Bikes und S-Pedelecs gibt es zudem Standards wie NTA 8776, die auf Geschwindigkeiten bis 45 km/h ausgelegt sind.
Helm sofort ersetzen, wenn:
- Das Herstellungsdatum im Helm bereits 5 Jahre oder länger zurückliegt.
- Die Außenschale Risse, deutliche Verformungen oder Ablösungen vom Schaumstoff aufweist.
- Das Verstellsystem nicht mehr zuverlässig hält.
- Die Gurte ausgefranst, verhärtet oder eingerissen sind.