E-Bike Geschwindigkeit | Ebike hersteller deutschland

E-Bike Geschwindigkeit


Es ist leicht, sich in der Welt der E-Bikes, Pedelecs und Speed-Pedelecs zu verirren. Wie schnell kann ein E-Bike fahren? Gibt es Einschränkungen, wo man mit einem Elektrofahrrad fahren darf? Im Folgenden finden Sie alle Informationen, die Sie über Geschwindigkeiten und Beschränkungen für Elektrofahrräder benötigen.

Wie schnell fährt ein E-Bike?

Ein E-Bike kann in Deutschland mit bis zu 45 km/h gefahren oder angetrieben werden. In den USA kann das E-Bike mit einem Motor mit einer Leistung von bis zu 500 Watt mit bis zu 20 mph (32 km/h) gefahren werden. Auch Speed-Pedelecs, die bis zu 45 km/h oder 28 mph unterstützen, sind erhältlich.

Mit einem motorunterstützten E-Bike können Sie so schnell fahren, wie Sie wollen, vorausgesetzt, Sie treten kräftig genug in die Pedale. Sobald Sie die gewünschte Geschwindigkeit allerdings erreicht haben, wird der Motor Sie nicht mehr unterstützen.

Geschwindigkeit ist abhängig vom E-Bike-Motor

Der E-Rad-Motor bestimmt, wie schnell Sie mit Ihrem E-Rad fahren können. Es gibt drei verschiedene Motorpositionen:

  • Frontmotor: Viele preiswerte E-Bikes setzen auf diesen Nabenmotor, der aber nicht mehr häufig verwendet wird. Durch die Belastung des Vorderrades sind Pedelecs schwieriger zu lenken, aber die Rücktrittbremse ist für viele Fahranfänger praktisch. Frontmotoren sind für Pedelecs mit einer hohen E-Bike-Geschwindigkeit nicht geeignet.

  • Mittelmotor: Ein Mittelantrieb ist die traditionelle und effektive Art, E-Bikes schnell anzutreiben. Er sorgt für optimale Stabilität bei einer hohen E-Bike-Geschwindigkeit, indem er den Schwerpunkt tief hält. Das balanciert das Fahrrad gut aus. Der Mittelmotor ist zwar stromsparend, aber wartungsintensiv, was ihn kostspielig macht. Er wird in hochwertigen und leistungsstarken Pedelecs und S-Pedelecs eingesetzt.

  • Heckmotor: Kleine, leichte, unauffällige, robuste und langlebige Hinterradnabenmotoren sind besonders für Fahrräder in der Stadt von Vorteil. Die Wartungskosten werden dank der innovativen Technologie zur Energierückgewinnung (Rekuperation) reduziert und die Reichweite des Akkus erhöht sich.

Unterschiede zwischen den verschiedenen elektrische Fahrradtypen

Für die verschiedenen Arten von Elektrofahrrädern gelten unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten und Regeln. Mit einem Pedelec oder E-Bike können Sie im normalen Straßenverkehr fahren und erhalten beim Treten der Pedale einen Schub von bis zu 25 km/h. Mit einem Speed-Pedelec können Sie zwar bis zu 45 km/h schnell fahren, müssen aber einen Führerschein haben, es anmelden und die Vorschriften für kleine Kraftfahrzeuge beachten. S-Pedelecs sind ideal für den Pendlerverkehr, aber auch für andere Zwecke.

E-Bikes

Ein E-Bike kann als Variante eines Elektromofas angesehen werden und kann mit einem Drehgriff oder Schaltknauf ohne Treten angetrieben werden. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h werden diese Fahrzeuge als Kleinkraftrad eingestuft.

Pedelec

Mit einem Pedelec, das mit einem 250-Watt-Motor ausgestattet ist, kann man bis zu 25 Kilometer pro Stunde fahren. Für höhere Geschwindigkeiten muss sich der Fahrer auf seine eigene Körperkraft verlassen, die bei einem durchschnittlichen Sportler etwa 100 Watt beträgt. Die Unterstützung erfolgt in mehreren Stufen und variiert je nach Pedalkraft oder Trittfrequenz des Fahrers. Rechtlich sind Pedelecs mit Fahrrädern gleichgestellt.

S-Pedelec

Ein S-Pedelec funktioniert wie ein Kleinkraftrad, mit dem Sie eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen können, denn der Motor eines S-Pedelecs kann eine Leistung von bis zu 500 Watt erzeugen. Für diese Elektrofahrräder brauchen Sie ein Versicherungskennzeichen.

In folgender Tabelle werden die E-Bike-Typen und ihre Unterschiede anschaulich dargestellt:

Ebike Vorgleich

Mit einem Elektrofahrrad kommen Sie sicher, bequem und mit wenig Aufwand an Ihrem Ziel an, egal für welche Version Sie sich entscheiden. Außerdem ist ein Elektrofahrrad eine großartige Alternative zum Auto, mit der Sie viel Spaß beim Fahren haben können.

Vorteile eines schnellen E-Bikes

Ein E-Bike kann bis zu 45 km/h schnell fahren und ermöglicht es, längere Strecken in relativ kurzer Zeit zurückzulegen. Außerdem ist der Energieverbrauch deutlich geringer als bei einem Auto. Bei steigenden Benzinpreisen bietet das Elektrofahrrad daher eine kostengünstige Alternative.

Unterschied E-Bike/S-Pedelec und Pedelec - Das ist zu beachten

Das E-Bike kann wie ein Mofa gefahren werden, auch wenn man nicht in die Pedale tritt. Bei einem Pedelec ist es anders: Hier muss man treten, damit der Motor anspringt.

Rechtlich gesehen ist das Pedelec auch ein Fahrrad, das E-Bike hingegen wird als Kleinkraftrad eingestuft. In Deutschland sind die meisten E-Bikes tatsächlich Pedelecs, obwohl sie umgangssprachlich trotzdem als E-Bike bezeichnet werden.

Ein E-Bike mit einem 500-Watt-Motor, wie bereits erwähnt, ist kein Fahrrad. Sie funktionieren auf Knopfdruck, unabhängig davon, ob sie mit Tretunterstützung ausgestattet sind oder nicht. Es gibt drei unterschiedliche Bauarten:

  • Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h: E-Bikes, die allein mit dem Motor 20 Stundenkilometer erreichen, werden als Leichtmopeds eingestuft. Sie dürfen auch schneller fahren, wenn Sie in die Pedale treten. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen sind erforderlich.

  • Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h: Ein E-Bike, das bis zu 25 km/h schnell ist, gilt als Mofa. Auch damit können Sie schneller ans Ziel kommen, wenn Sie in die Pedale treten. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen sind auch hier erforderlich.

  • Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h: E-Bikes, die mit Hilfe des Motors bis zu 45 km/h schnell fahren, werden als Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb definiert. Wenn man aber eine Schnelligkeit von 45 km/h erreicht, wird der Motor abgebremst. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen sind hier ebenfalls obligatorisch.

Ein S-Pedelec (Speed-Pedelec) ist rechtlich gesehen wie ein Mofa. Mit einem S-Pedelec können Sie bis zu 45 km/h erreichen. Es darf ein Motor mit bis zu 500 Watt verwendet werden. Sie müssen ein Versicherungskennzeichen für Ihr S-Pedelec haben.

Der wichtigste Unterschied zwischen einem E-Bike und S-Pedelec ist, dass man beim E-Bike den Motor per Knopfdruck anschalten kann. Mit Speed-Pedelecs kann man nur 45 km/h erreichen, wenn man selbst in die Pedale tritt.

Wichtige Hinweise für hohe Geschwindigkeiten mit einem E-Bike im Straßenverkehr

Um bei hohen E-Bike-Geschwindigkeiten sicher unterwegs zu sein, sind einige Dinge zu beachten.

Gerade bei schnellen Pedelecs ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu fahren und die Geschwindigkeit des E-Bikes immer der Situation anzupassen. Weil S-Pedelecs so schnell unterwegs sind, können Autofahrer sie oft nicht richtig einschätzen.

Außerdem ist die Ursache von S-Pedelec-Unfällen oft zu schnelles Bremsen. Deshalb ist sanftes Bremsen wichtig. Vor allem im Herbst und Winter ist besondere Vorsicht beim Fahren auf nassem oder rutschigem Untergrund geboten.

Vor jeder Fahrt sollte der Biker sein Fahrrad überprüfen, insbesondere die Bremsen und die Beleuchtung. Auch die UVV-Prüfung ist hier entscheidend.

Kann man noch schneller mit E-Bikes fahren?

Für Pedelecs mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h benötigen Sie einen Führerschein, um auf der Straße fahren zu dürfen. Ein normales E-Bike schaltet die Motor-Unterstützung bei einer Geschwindigkeit zwischen 20 km/h bis 45 km/h ab, je nach Modell.

E-Bike-Fans haben sich einiges einfallen lassen, um ihre Räder durch Tuning ein wenig schneller zu machen. Das ist einfach, aber gefährlich und vor allem strengstens verboten. Es drohen hohe Strafen von bis zu einem Jahr Gefängnis!

Eine Ordnungswidrigkeit liegt vor, wenn die Betriebserlaubnis (ABE) für das getunte E-Bike fehlt - das bestimmt Artikel 48 der Fahrzeugzulassungsverordnung. Das Fahren ohne Führerschein wird mit einer Geldstrafe von 70 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister geahndet.

Tuning birgt Gefahren und ist nicht erlaubt

Es gibt viele Radfahrer, die so schnell wie möglich sein wollen, aber gleichzeitig sollte man die Sicherheit nicht vergessen. Wer sein E-Bike tunen möchte, sollte sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein.

Erhöhte Unfallgefahr

Der Rahmen und die Bremsen eines E-Bikes sind nicht für so hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Der Rahmen kann beschädigt werden, und auch die Bremswirkung lässt nach. Der Verschleiß der getunten Fahrräder ist in der Regel höher, ebenso wie der Stromverbrauch.

Außerdem ist der E-Biker ist nicht der einzige Verkehrsteilnehmer, wodurch das Unfallrisiko natürlich steigt. Andere Verkehrsteilnehmer schätzen die Geschwindigkeit häufig falsch ein, denn wer erwartet schon, dass ein Radfahrer schneller als 30 Kilometer pro Stunde fährt?

Kein Versicherungsschutz

Ein E-Bike ist in der privaten Haftpflichtversicherung versichert. Wird das Fahrrad jedoch getunt, verliert es den Versicherungsschutz, da ein getuntes E-Bike als Kraftfahrzeug gilt. Daher ist es aus der Privathaftpflicht ausdrücklich ausgeschlossen.

Strafen

Das Tunen eines E-Bikes ist kein Kavaliersdelikt, sondern vergleichbar mit dem Fahren eines unversicherten Autos ohne Nummernschild oder TÜV-Bescheinigung.

Auch wenn der Unfall nicht vom Fahrer des getunten E-Bikes verschuldet wurde, trägt er zumindest eine Teilschuld. Da hier der Versicherungsschutz fehlt, wird der Fahrer selbst für eventuelle Schäden aufkommen müssen.

Das Fazit - Vorteile & Nachteile bei schnellen E-Bikes

Es gibt viele Gründe, weshalb ein schnelles E-Bike ein gutes Fortbewegungsmittel ist. Es ist nicht nur klimafreundlicher als ein Auto, es ist auch günstiger, vor allem bei den steigenden Benzinpreisen. Auch die Gesundheit wird gefördert, wenn man das Fahrrad anstelle des Autos benutzt.

Wenn Sie allerdings schneller fahren möchten, als die unterschiedlichen legalen Fahrgeschwindigkeiten der E-Bikes erlauben, sollten Sie auf das Tunen der Bikes verzichten. Die Unfallgefahr wird erhöht, der Versicherungsschutz ist bei getunten E-Bikes nicht mehr gültig und Sie machen sich strafbar.

Wählen Sie beim Kauf das richtige E-Bike für sich aus, tunen Sie es nicht und Sie werden eine lange Zeit Spaß mit Ihrem sicheren E-Bike haben.


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