Auf dieser Seite
- Warum braucht man eine spezielle Fahrradschutzhülle für den Heckträger?
- Die besten Fahrradschutzhüllen für 2 E-Bikes im Vergleich
- Achtung: Fahrradschutzhülle am Pkw ist nicht automatisch erlaubt oder geeignet
- Welche Größe braucht eine Fahrradschutzhülle für zwei E-Bikes?
- E-Bike vor dem Transport vorbereiten
- Warum das Gewicht bei zwei E-Bikes besonders wichtig ist
- Zwei kompakte Fatbikes transportieren: Himiway D5 2.0 20"
- So befestigen Sie eine Fahrradschutzhülle richtig
- Normale Fahrradabdeckung oder Transporthülle?
Wer zwei E-Bikes auf Reisen mitnimmt, möchte sie nicht nur sicher auf dem Heckträger befestigen, sondern auch vor Regen, Straßenschmutz und Spritzwasser schützen. Eine Fahrradschutzhülle für 2 E-Bike Heckträger kann dafür eine praktische Lösung sein – insbesondere am Wohnmobil, Camper oder Kastenwagen.
Allerdings eignet sich nicht jede Fahrradplane für den Transport. Eine einfache Abdeckung, die zu Hause zwei Fahrräder vor Regen schützt, ist nicht automatisch für einen Heckträger während der Fahrt geeignet. Fahrtwind und Luftverwirbelungen stellen deutlich höhere Anforderungen an Material, Passform und Befestigung.

Warum braucht man eine spezielle Fahrradschutzhülle für den Heckträger?
Beim Transport befindet sich die Schutzhülle in einer völlig anderen Situation als eine Abdeckplane für ein abgestelltes Fahrrad.
Während der Fahrt entstehen hinter dem Fahrzeug starke Luftverwirbelungen. Eine schlecht sitzende Plane kann sich dadurch aufblähen und wie ein kleiner Fallschirm wirken. Das erhöht den Luftwiderstand und belastet sowohl die Hülle als auch deren Befestigung.
Noch problematischer ist dauerhaftes Flattern. Lenkerenden, Bremshebel, Pedale und andere hervorstehende Bauteile bilden Druckstellen. Bewegt sich das Material bei hoher Geschwindigkeit ständig über diese Stellen, kann selbst relativ kräftiges Gewebe mit der Zeit beschädigt werden.
Eine gute Transporthülle sollte deshalb vor allem:
- für den Transport auf einem Heckträger vorgesehen sein,
- möglichst eng an den beiden E-Bikes anliegen,
- über robuste Befestigungsmöglichkeiten verfügen,
- aus reißfestem Material bestehen,
- Regen und Spritzwasser abhalten,
- für breite Lenker ausreichend Platz bieten,
- und mit dem jeweiligen Fahrzeug sowie Heckträger kompatibel sein.
Die besten Fahrradschutzhüllen für 2 E-Bikes im Vergleich
Auf dem deutschsprachigen Markt gibt es unterschiedliche Lösungen. Besonders interessant sind Modelle, die ausdrücklich für Fahrradträger und zwei E-Bikes entwickelt wurden.
| Modell | Besonders geeignet für | Material | Befestigung |
|---|---|---|---|
| HINDERMANN CONCEPT ZWOO | Reisemobile | Polyester 300D mit PU-Beschichtung | Reißverschlüsse, Klettverschlüsse, seitliche Laschen; zusätzliche Gurte möglich |
| HiLo sports Move 2 | Kastenwagen und Camper Vans | 600D Ripstop mit PU-Beschichtung | 6-m-Seil, Fixierband sowie Zugbänder vorne und hinten |
| HINDERMANN UNIVERSAL ZWOO | Deichsel- und Kupplungsträger, insbesondere Wohnwagen | Polyester mit PU-Beschichtung | Gummizug und seitliche Laschen |
1. HINDERMANN CONCEPT ZWOO – interessant für Reisemobile
Die HINDERMANN CONCEPT ZWOO ist eine rundum geschlossene Fahrradschutzhülle, die speziell für Fahrradträger am Heck von Reisemobilen angeboten wird. Die Variante für zwei E-Bikes ist 214 cm lang und besitzt eine Kufentiefe von 40 cm.
Das Material besteht aus stabilem Polyester 300D mit PU-Beschichtung. Mehrere Reißverschlüsse ermöglichen die Anpassung an unterschiedliche Haltearme und Trägerkonstruktionen. Zusätzlich besitzt die Hülle Reflexionsstreifen und eine transparente Tasche für eine Warntafel.
Der Hersteller empfiehlt für Reisemobile mit Fahrradträgern eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Schutzhülle nicht am Pkw montiert werden darf.
Damit ist die CONCEPT ZWOO vor allem für Wohnmobilreisende interessant, die zwei E-Bikes regelmäßig über längere Strecken transportieren.
2. HiLo sports Move 2 – robuste Lösung für Camper und Kastenwagen
Die HiLo sports Move 2 fällt insbesondere durch ihr kräftiges 600D-Ripstop-Gewebe mit PU-Beschichtung auf. Sie misst 210 x 115 x 80 cm und ist für zwei Fahrräder beziehungsweise E-Bikes bis 29 Zoll ausgelegt.
Zur Fixierung gehören ein sechs Meter langes Seil mit Karabiner, ein mittiges Fixierband sowie Zugbänder vorne und hinten. Dadurch soll die Hülle möglichst eng an den Fahrrädern sitzen und weniger flattern.
Auch hier gibt es jedoch eine wichtige Einschränkung: HiLo sports kennzeichnet die Hülle als geeignet für größere Fahrzeuge wie Kastenwagen und Camper Vans und ausdrücklich als nicht für Pkw geeignet. Der Hersteller empfiehlt den Einsatz dort, wo Fahrzeughöhe und -breite die Kombination aus Heckträger, Fahrrädern und Hülle vollständig im Windschatten halten.
3. HINDERMANN UNIVERSAL ZWOO – für Wohnwagen und Kupplungsträger
Eine weitere Alternative ist die UNIVERSAL ZWOO. Sie ist vor allem für auf Deichseln montierte Fahrradträger konzipiert und wird in einer Variante für zwei E-Bikes angeboten.
Die Hülle wird von oben über die Fahrräder gezogen. Ein Gummizug an der Unterkante und seitliche Laschen ermöglichen eine engere Anpassung. Ein Vorteil der Konstruktion ist, dass ein zusätzliches Kennzeichen und eine Lichtleiste sichtbar bleiben können.
Auch bei diesem Modell weist HINDERMANN darauf hin, dass die Montage am Pkw nicht gestattet ist.
Achtung: Fahrradschutzhülle am Pkw ist nicht automatisch erlaubt oder geeignet
Dieser Punkt wird beim Kauf häufig übersehen.
Nur weil eine Hülle als „Fahrradschutzhülle für Heckträger“ verkauft wird, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auf einem normalen Pkw während der Fahrt eingesetzt werden darf.
Mehrere bekannte Hersteller schließen genau diesen Einsatzzweck bei bestimmten Modellen ausdrücklich aus. Deshalb sollte man vor dem Kauf die Freigabe des Herstellers für Fahrzeugtyp, Träger und Fahrbetrieb prüfen.
Außerdem dürfen vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen nicht durch die Hülle verdeckt werden.
Eine Schutzhülle sollte daher niemals einfach über Fahrräder, Kennzeichen und Beleuchtung gezogen werden.
Welche Größe braucht eine Fahrradschutzhülle für zwei E-Bikes?
Nicht nur die Laufradgröße entscheidet.
Messen Sie vor dem Kauf mindestens:
Gesamtlänge beider Fahrräder: Besonders lange Trekking- und Fatbikes benötigen entsprechend große Hüllen.
Lenkerbreite: Zwei nebeneinander stehende E-Bikes können erheblich mehr Platz beanspruchen als erwartet. Die HiLo Move 2 bietet beispielsweise bis zu 80 cm Breite im Lenkerbereich.
Fahrradhöhe: Hohe Lenker, Spiegel und Zubehör können verhindern, dass die Hülle richtig sitzt.
Reifenbreite: Wer ein Fatbike kaufen möchte oder bereits zwei Fatbikes besitzt, sollte zusätzlich kontrollieren, ob sowohl Heckträger als auch Hülle für die größere Gesamtbreite ausgelegt sind.
Gerade bei 4-Zoll-Fatbike-Reifen sollte man nicht ausschließlich auf Angaben wie „für 20 bis 29 Zoll Fahrräder“ achten. Laufraddurchmesser und Reifenbreite sind zwei unterschiedliche Größen.
E-Bike vor dem Transport vorbereiten
Bevor die Hülle montiert wird, lohnt sich eine kurze Vorbereitung.
Akku abnehmen
Wenn Fahrradhersteller und Trägersystem dies zulassen, ist es häufig sinnvoll, herausnehmbare Akkus im Fahrzeug zu transportieren. Dadurch reduziert sich das Gewicht auf dem Heckträger deutlich.
Die offenen Kontakte der Akkuaufnahme sollten anschließend mit einer geeigneten Schutzabdeckung vor Feuchtigkeit und Straßenschmutz geschützt werden.
Display und empfindliches Zubehör schützen
Abnehmbare Displays, Taschen, Trinkflaschen und loses Zubehör sollten ebenfalls entfernt werden. Spiegel oder andere hervorstehende Teile können zusätzliche Druckpunkte unter der Plane erzeugen.
Kontaktstellen zusätzlich polstern
Bremshebel, Lenkerenden und andere scharfkantige Bereiche können von innen gegen die Hülle drücken. Kleine Schutzpolster oder geeignete Neoprenabdeckungen reduzieren die Reibung an diesen Stellen.
Warum das Gewicht bei zwei E-Bikes besonders wichtig ist
Bei zwei E-Bikes darf man nicht nur fragen: „Passt die Hülle?“
Mindestens genauso wichtig ist:
Kann der Heckträger das Gewicht beider E-Bikes tatsächlich tragen?
Ein kräftiges E-Bike kann inklusive Akku deutlich schwerer sein als ein klassisches Trekkingrad. Zwei schwere Fatbikes können deshalb schnell an die maximale Zuladung eines Heckträgers kommen.
Prüfen Sie immer die zulässige Traglast des Fahrradträgers sowie die zulässige Stützlast des Fahrzeugs beziehungsweise der Anhängerkupplung.
Zwei kompakte Fatbikes transportieren: Himiway D5 2.0 20"
Wer noch kein passendes E-Bike besitzt und ein Fatbike kaufen möchte, kann neben Fahrkomfort und Reichweite auch die Transportabmessungen berücksichtigen.
Ein interessantes Beispiel ist das Himiway D5 2.0 20-Zoll eBike. Es kombiniert 20 x 4,0 Zoll breite Reifen mit Vollfederung und einem 250-W-Motor mit 90 Nm Drehmoment. Die deutsche Version unterstützt bis 25 km/h und bietet laut Hersteller eine unterstützte Reichweite von etwa 60 bis 80 km.
Die 20-Zoll-Bauweise macht das Modell mit 178 cm Gesamtlänge kompakter als viele große 26- oder 29-Zoll-E-Bikes. Der Lenker ist 72 cm breit. Das sind wichtige Maße, wenn später zwei Räder unter einer gemeinsamen Transporthülle Platz finden sollen.
Mit 36 kg inklusive Akku bleibt das D5 2.0 20" allerdings ein schweres E-Bike. Wer zwei Exemplare transportieren möchte, muss deshalb unbedingt die Tragfähigkeit des Heckträgers prüfen. Das Herausnehmen der Akkus kann das Transportgewicht reduzieren.
Das Modell ist außerdem nicht ausschließlich als E-Bike Herren gedacht. Laut Hersteller eignet sich die Standardgröße für Körpergrößen von etwa 150 bis 191 cm. Der niedrige Rahmen, die 20-Zoll-Räder und die Vollfederung können besonders für Fahrer interessant sein, die ein zugänglicheres, komfortorientiertes Fatbike suchen.
Wer sich fragt, was ist ein E-Bike für Senioren, sollte ohnehin nicht allein auf das Alter achten. Entscheidender sind ein gut erreichbarer Rahmen, eine passende Sitzhöhe, kontrollierbares Handling, komfortable Federung und eine Motorunterstützung, die sich gut dosieren lässt. Genau solche Eigenschaften sollte man vor dem Kauf individuell testen.
Himiway D5 2.0 20-Zoll eBike ansehen
So befestigen Sie eine Fahrradschutzhülle richtig
Eine Transporthülle sollte möglichst wenig freie Fläche besitzen, in die Fahrtwind eindringen kann.
Zuerst werden beide E-Bikes gemäß Anleitung des Heckträgerherstellers befestigt. Danach entfernt man Akku und loses Zubehör, sofern dies für das jeweilige Fahrrad vorgesehen ist.
Anschließend wird die Hülle über beide Fahrräder gezogen und exakt nach Herstelleranleitung befestigt. Vorne, hinten und unten darf kein großer loser Materialüberschuss bleiben.
Zum Schluss sollte kontrolliert werden:
- Sitzt die Hülle eng an?
- Sind alle Gurte und Verschlüsse gesichert?
- Können keine losen Enden in die Räder gelangen?
- Bleiben Kennzeichen und vorgeschriebene Beleuchtung sichtbar?
- Ist die Hülle für genau diesen Fahrzeugtyp während der Fahrt freigegeben?
Nach den ersten Kilometern empfiehlt sich ein zusätzlicher Kontrollstopp.
Normale Fahrradabdeckung oder Transporthülle?
Der Unterschied ist wichtig.
Eine normale Fahrradabdeckung schützt abgestellte Fahrräder vor Regen, Staub und UV-Strahlung. Sie muss keinem starken Fahrtwind standhalten.
Eine Transporthülle für den Heckträger benötigt dagegen eine deutlich stabilere Konstruktion und vor allem ein zuverlässiges Fixierungssystem.
HiLo sports weist beispielsweise bei seiner normalen „Home 2“-Abdeckung für zwei Fahrräder ausdrücklich darauf hin, dass diese nicht für den Einsatz auf einem Pkw-Fahrradträger entwickelt wurde.
Eine günstige Abstellplane sollte deshalb nicht als Ersatz für eine dafür vorgesehene Transportlösung verwendet werden.
